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Herstellung
der
Bresche.
nützliche aufzubewahren/ das beschädigte und unbrauch-bare aber ausbessern oder gegen neue Stücken aus-wechseln zu können.
Die noch geladenen Minenkammern werden aufge-räumet und das Pulver herausgcnomnmi; die gegendie Festung geführten Laufgräben werden zugeworfen/die niedergeschossenen Pallisaden werden ersetzt, und dieBreschen wieder zugemacht.
Bei bez^ spanischen Artillerie ill noch der alte Gebrauch beibehal-ten werben: baß ben Jnqenieuren alle in der Festung vorban-denen Baumaterialien, dcrr Artilleristen aber baS Geschütz unddie Glocken gehören, sür welche sie alsdann eine Entschädi-gung in Geld« bekommen. Bei den deutschen Artillerien istjedoch diese alterthümlich« Sitte abgekommen.
6Z9. Um die in den Wällen gemachten Sturm-lücken wieder zu verschließen, müssen zuerst die Trüm-mern der Futtermauern und die nachgerollte Erdehinweggeräumet und oben auf den Wall gebracht wer-den. Das locker gewordene oder durch die Kano-nenschüsse beschädigte Mauerwerk wird vollends abge-brochen, und auf seiner Oberfläche verglichen, um derzu Unterstützung des Walles aufgeführten Faschinirungeine ebne Unterlage zu verschaffen. Es ist dabei vor-theilhaft: auf dieser abgebrochenen Mauer vorn einenRand von 10 Zoll hoch und t bis Fuß breit, ste-hen zu lassen, hinter den man eine Doppelreihe Batte-ricwürstc legt, von io Zoll Stärke und so lang, alsdie Sturmlücke breit ist. Hinter diesen wird in derBreite von 12 Fuß, Erde bis zu der Höhe der Faschi-nen aufgeschüttet und lagcnwcise möglichst festgestampft,das überhaupt bei diesem Bau mit der größten Sorg.fält geschehen muß. Auf die Erde werden, alsBin der, 12 Fuß lange, und auf jeden Fuß gebnn-dene Faschinen in die queere, dichte an einander gelegt,und hinter jedem Bunde mit einem Pfahle befestiget.