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der Wälle ausgefüllt, und die Thore und Poternenabgetragen.
Wird hingegen eine Festung geschleift, um sie nichtanders als vertheidigungslos in des Feindes Hand zugeben; ist es vorchcilhafter: alles zu sprengen, in so-fern es sich mit dem, dadurch herbeigeführten Pulver-verbrauch vereinigen laßt. Hier werden beinahe allebombensichere Räume, vorzüglich die zus Vertheidigungdienenden, so wie die Minengänge, Kaponicrcn rc. ge-sprengt, und die Futtermaueru in den Graben gestürzt. "
0^3. Um die Futtermauern zu sprengen, gehet Sp-eng-nman entweder aus den Graben mit einem kurzen Gangehinein, wendet sich dichte hinter der Mauer rechts undlinks, und leget hier Minenkammern an, wie oben beiGelegenheit der Bresche durch Minen (§. 5g5.) gesagtworden. Wären die Strebepfeiler sehr stark, oder dieMauern sehr dick; muß man die Minen in jene oderauf H der Mauerdicke legen; wo alsdann der Ueberrestder letzter» durch den Druck des Walles umgestürztwird.
Bei nicht zu starken Futtermauern ist die Arbeitbisweilen leichter, wenn man Schächte dichte hinterder Brustwehr abteufet und diese nach Verhältniß deszu. überwältigenden Mauerwcrkes ladet. Man siehetvon sich selber: baß die Tiefe der Schächte der Ladungangemessen seyn muß, weil diese außerdem blos dieVerdammung herauswerfen und die Mine ohne Wir-kung bleiben würde.
Fehlt es bei dergleichen Arbeiten nicht an Icit;kann man zu Erspahrung des Pulvers die Futtermauern.eines Theiles untergraben, daß blos einzelne Pfeilerstehen bleiben, die dann durch kleine, nur eine geringeLadung bedürfende, Minenkammern vollends hinweg-gesprengt werden.
Feste Schlösser haben bisweilen in Felsen gehaueste