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Lehrbuch der Kriegsbaukunst : zum Behuf der Vorlesungen in Kriegs- und Ingenieur-Schulen / von J.G. v. Hoyer
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Gräben, auf deren Rande die Vertheidigungsmauernund Gebäude aufgeführet sind, und die bisweilen mitbloö angelehnten Furlermauern bedeckt sind. Hier mußman den Felsen selbst angreifen, einen Gang in den-selben treiben und der Kammer, am Ende desselben 25bis g<> Fuß zur kürzesten Widerstandslinie gebe». Wirdnun die Ladung gehörig abgemessen; muß nothwendigder Einsturz der auf den Felsen stehenden Gebäude demSpielen der Minen folgen.

6,4g. Wenn umfassende Minengäpge hinter derFuttermaiier liegen, werden entweder Kammern in bisWiderlagen derselben geleqet, deren Wirkungskreise ein-ander berühren, und durch die der ganze Wallgang,zugleich mit der Futtermauer eingestürzt wird. Soll,hier die Ladung ihre ganze Wirkung thun; muß derganze Minengang bis um das Doppelte der kürzestenWidersiandslinie hinter die äußerste Kammer verdammtwerden. Um diese bedeutende Arbeit abzukürzen, habendie französischen Minircr vorgeschlagen: den Versatzblos an beiden Enden auf die Lange von i, K. W. L.zu bringen, und den Mangel desselben durch Vermeh-rung der Ladung um ; bis Z. zu ersetzen. Nützlich istes jedoch: die Mincnkammern gegen die Wand desGanges abzusteifen, weil dadurch die Wirkung der La-dung allezeit erhöhet wird. (Wörterb. d. Kriegsbauk.Artik. Sprengen.)

Laufen die M-nengänge auf gleichem Horizonte mitder Sohle des Trocknen Grabens, muß man die Kam-mern höher legen und sorgfältig versetzen, das Aus-blasen der Minen zu verhüten. Um die Arbeit abzu-kürzen, kann man auch durch Uebcrladungcn (Wör-terbuch d. Kriegsbank. Artik. Ladungen) der schonvorhandenen Kammern oder auch der Gewölbe, wosich mehrere Gallerten krentzcn, seinen Zweck schnellerzu erreichen.