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Lehrbuch der Kriegsbaukunst : zum Behuf der Vorlesungen in Kriegs- und Ingenieur-Schulen / von J.G. v. Hoyer
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fallen, und ihr die hier unentbehrliche Ruhe und Ent-schlossenheit rauben.

Sparsamer 65 l. Ist das Geschütz nur mit der gewöhnlichenMu-u.Feldausrüstung versehen, wird ein zu lebhaftes Feuer,tio». vti wo es wegen der Entfernung oder der Lage derfeindlichen Angriffsarbciten nicht volle Wirkung habenkann, nur den Nachtheil bringen:, die Munition zuverschwenden und dem Vertheidiger in der wichtigernEpoche der Belagerung hülflos zu lassen. Man schonedaher die Munition nach Möglichkeit, und schieße »je,sobald man nicht überzeugt ist: es mit Erfolg thunzu können. Der Augenblick der Eröffnung der Lauf-graben, wenn man ihn wahrnimmt welches immerdas Hauptaugenmerk des Belagerte» seyn muß- istder, wo man abwechselnd mit Granaten und Kartet»schen das vorliegende' Feld bestreichcn muß, um demFeinde die Arbeit möglichst zu erschweren. Dann sinddie Spitzen der feindlichen Annäherungsarbeiten dasZiel der Festungsgeschütze, das sie mit schwachen La-dungen beschießen. Hier, so wie fast in dem ganzenGange der Vertheidigung sind starke Ladungen unnütz,oft nachtheilig. Wäre daher das Geschütz blos mitfertigen Feld-Kartouschen versehen; ist es durchausnothwendig: sie umarbeiten zu lassen. Denn ja Z ^der Kugelschwcre ist hier fast immer hinreichend. Nut,wenn es darauf ankommt: die feindlichen Laufgraben-katzen und Brechbattericn zu zerstöhren, müssen die ^dazu bestimmten schweren Kanonen volle Ladungen be-kommen. '

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Ein Gleiches findet auch in Hinsicht der Haubitzenstatt, deren Granaten bei dem ersten oder zweiten Auf-^ schlage liegen bleiben müssen, ynd die deshalb nur miteiner fast unbedeutenden Pulvermenge fortgeschleudertwerden dürfen.

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