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Lehrbuch der Kriegsbaukunst : zum Behuf der Vorlesungen in Kriegs- und Ingenieur-Schulen / von J.G. v. Hoyer
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Innere

Derrbeidi«

gung.

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zusaminenffossen. ^ Man^muß in diesem Falle seine Zu»flucht zu einer-Couvrefage. ltehmen, oder aber^. an«statt einer einfachen Brille, eine geschulterte vor dirCurtinc legen, um chic Schulterwinkel des Bollwerkesgegen die aus dem Felde kommenden Schüsse zu ^

decken-

--Die Hünette bekommt einen 5 Ruthen breiten, pal»sisadirtcn Gebest, einen 2z Muthen breiten Wallgangund ciu Reduit, mit einem, wenigstens 34 Ruthen-.reiten, .Ariden. Ihr Geschütz muß durch Traversenund Dcckwerke gegen ,tzcil .feindlichen Schleuderschußgeschützt werden, und giebt dann Gelegenheit: demFeinde die Annäherung sehr zu erschweren, so daß ermit seiner dritten parallele nicht den Bedeckten WegVor den Lünetttsi und den Bostwerksspitzen zugleich um-fassen käun,-sondern gezwungen ist: steh zuerst vor je»nein festjusetzell.

6,4. Wie überhaupt bei allen Reduits, ist esauch zur innern Vertheidigung . feiler küiiettdil alsGrundsatz aufzustellen: daß die F.uerliine ihres Reduitsnicht mit dkr äusseren Brustwehr gleichlaufend seyndarf; damit nicht beide von derselben Rikoschettbattericgetroffen werden können. Ist daher der ausspringendeWinkel der großen Lünette 60°;, giebt mau dem Re-duit oder macht es halbkreisförmig, durch welcheConstruction es den, die äußeren Fa^en enfilircndenSchleuderschussel, .ganz entzogen ist.

Da alle alte Städte und Festungen fast immereine doppelte, öfters sogar eine dreifache Mauer haben;bietet sich durch diese ein guter und haltbarer Abschnittzur innern Vertheidigung dar, Man kann in diesemFalle ruhig den Sturm auf die äußere Umfassung er-warten, sobald nur die Hintere Mauer gehörig besetzt,mit Geschütz versehen und durch zweckmäßige Anord-nungen: Laponieren, Tambonrss rc. an ihrem Fuße-