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canaäeme, wo sich die tägliche und nächtliche Bewegungder Blume erst am vierten oder fünften Tage nach dem Ab-fallen der Blumenblätter zu verringern anfängt, mit dem fort-schreitenden Wachsthume der Frucht aber mehr und mehr ab-uimmt, um endlich mit der herannahenden Reife auch beiNacht die aufrechte Stellung unverändert beizubehalten. DieseBewegungen sind bei anderen Pflanzen stetig und sehr lang-sam, wie z. B. bei Lychnis diurna, bei deren jungen Früchtensie sich erst am zweiten bis dritten Tage nach dem Verderbender Corolle einzustellen beginnt: bei Datura noch einen biszwei Tage später. — Die Langsamkeit dieser Bewegungenscheintanzuzeigen, dass diess Wachsthumsbewegungen sindund anderen Erscheinungen der Pflanzenmetamorphose ana-log (S. 308).
Mit der erlangten Ausbildung der Samen in Farbe undKonsistenz und der normalen Grösse und Gestalt des EmbryoNimmt das Sarkokarp in seinen verschiedenen Dimensionenwiederum ab. Die äusseren Fruchtumhüllungen der meistenPflanzen vertrocknen, wodurch das Austreten der Samen, ume in neues Leben zu beginnen, vorbereitet und erleichtert wird.Biess sind die allgemeinen Erscheinungen des Entwickelungs-Sanges der Früchte, welche jedoch nach der Verschiedenheitder Gestalt und Consistenz der Pericarpien verschieden modi-fleirt werden, deren specielle Verhältnisse der Gegenstandbesonderer Beobachtungen seyn müssen.
DerZeitraum, innerhalb welchem die Früchte zur Reife ge-langen, die Reifungszeit, steht im Allgemeinen im Verhältnis»’Nit der Lebensdauer der Pflanzen und mit dem Wachsthumeder äusseren Umhüllungen : indem mit kurzer Lebensdaueru »d schnellem Wachsthume eine kürzere, mit langer Lebens-dauer und langsamem Wachsthume der Früchte eine längereBeifung Sze it verbunden ist, in welch lezterem Falle das Pe-r 'karp öfters vollkommen ausgewachsen zu seyn scheint, wäh-le od der Embryo seine vollkommene Ausbildung noch nicht«^reicht hat (S. 431).