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1 (1801) Leonard Meister's Helvetische Geschichte während der zwei leztern Jahrtausende oder von Cäsars bis zu Bonaparte's Epoche [1]
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«n der Limmak; -er ganze Damm kostete io,®oo. Gul-den. In gleichem Jahre w»rde der Octtenbach, derbisher unbewohnt war, zu einem Waisenhause gewid-met. Gleichsam mit der Größe des Elendes, welche-die Thcurung erzeugte, wuchs auch die Fürsorge derRegierung. Der Brodmangel selbst machte den Kopferfindsam. Wenn der Kunstfleiß weniger Nahrung au-Deutschland zog, so zog er desto mehr aus Italienund Frankreich. DaS allgemeine Waarenlager befandsich in Lyon, fonderheitlich auch für die Toiles , welchehäufig nach Spanien giengen. Zugleich mit denFabriken zu Tours und Lion nahmen auch in derSchweiz, besonders in Zürich, das Seidcngezwirn unddie Floretgefpunst, vorzüglich aber der Burargewerb zu.Je länger je mehr wurde die Zoll-Einnahme ein wichtigerFinanzzweig. Zur Erfparung der Zollbedientcn undZollstädte stellte man den Handelsleuten besondere Cha-tullen zu, in die sie beym Eide alles hinlegten, wasverzollt werden mußte. *) Zugleich erkennte der Rath,daß keine Handelswaaren anders aus - und eingehensollten, als durch das Zoll- und Kaufhaus. **) Eifer-süchtig behauptete« die Etutone gegen die benachbarten

Staaten

*) Zürcher Stadtmanual 17. Jenner 1621.

") Unterschreiber Manual 21. Juli 1610. Stadt,mauual Okt. isgi. Untersch. Manual 30. August1617. Scadtmanual i. Sept. «28.