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1 (1822) Erster Band in welchem die Pulvertheorie und die Einrichtung der Artillerie abgehandelt werden / von Carl Friedrich Borkenstein
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91
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die §. m. mitgetheilte Theorie des Herrn General von Heisig über die Stellung derZapfen, sich um den Satz drehet, baß diejenige Stellung der Zapfen, bei welcher der Bo-den der Kanone den stärksten Druck auf den Richtbeil macht, die vorzüglichste sey, indemdie Kanone alsdann im ersten Moment der Bewegung der Kugel aus der Mündung,ruhig liegen und sich in diesem Moment nicht vom Richtbeil erheben soll, so muß nach die-ser Theorie und nach diesen Versuchen diejenige Stellung der Zapfen den Zweck am meistenerfüllen, welche i Kaliber und mehr unter der Axe der Seele ist.

Ferner bestätigen diese Versuche die Theorie, daß die Wirkung auf die Las,fete beigroßem Hintergewlcht geringer sey als bet kleinem.

§. 114.

Um zu untersuchen, ob der aus der Mündung hervorströmende Gasstrahl dadurchein stärkeres Ducken de-r Kanone hervorbringen könnte, wenn selbiger gegen eine schiefeFlache strömte, wurde ein flacher schwerer Stein auf Unterlagen so über die Mündung derPistole gelegt, daß die Axe der Seele mit der Flache des Steines ungefähr einen Winkelvon 12 bis 22 Graden einschloß, und man fand alsdann, daß das Bücken beim Schießenmit losem Pulver oft lz Zoll betrug, während selbiges ohne eine solche gegen die Mündunggerichtete schiefe Fläche selten mehr als 2 bis z srchzehnt'heil Zolls ausmachte.

§. ir?.

Daß sich eine Kanone nicht eher in Bewegung fetzt, um zurück zu laufen, bis dkeKugel die Mündung verlassen hat, ist von dem Herrn General von Helvig ebenfalls durchsolche Versuche im Kleinen erforscht worden, von denen ich Zeuge gewesen bin. Die 6 leund 6 te F'gur Plan IX. zeigt die Maschine und die Art und Welse wie man sich selbigerbediente, um bei dem vorher erwähnten nun mit einer Axe und 2 Rädern und hinten miteiner Rolle unterstützten in Holz eingeschäftetrn Pistolenlaufe die Größe des Rücklaufs zuuntersuchen. Der kleine hölzerne Stab L C, welcher beim ersten Schuß r Kaliber von derMündung gesetzt wurde, unterstützt den in das gedrehete Tauwerk gesteckten nach dem.Laufeniederwärts gebogenen Hebel VH. so lange bis die Kugel die Stütze durchschossen, d. h.bis die Kugel dke Mündung eben verlassen hat. Es wurde an der Stelle, wo die SchraubeL durch diesen Hebel v ^ gehet, etwas Wachs auf der Oberfläche des Schaftes flach aus-einander gedrückt, und die Schraube nur so tief herunter geschroben, daß sie eben «ine spitzeVertiefung in da- Wachs machte; wenn sich nun das Geschütz bei der Bewegung der Ku-gel im Lauf nicht rührte, so mußte, nachdem der Schuß geschehen war, nichts weiter alsdie eben erwähnte spitze Vertiefung im Wachse zu sehen seyn; wenn der Lauf sich aber be-wegt hatte, so mußte die Spitze der Schraube einen Strich ins Wachs machen, und dieLänge dieses Striches zugleich anzeigen, wieviel das Geschütz zurückgelaufen war. ES wur-den mit dieser Maschine mehrere Versuche angestellt. Die Mündung der Plstvle wurde r

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