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2 (1826) Von der Verschwörung des Catilina bis zum Untergang des weströmischen Reichs / nach den Quellen bearbeitet von F. v. Kausler
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Glied, nannte jeden Einzelnen bey Namen und beschworihn, er möge gedenken, daß er heute gegen Räuber fürVaterland, Kinder, Altar und Heerd fechte. Sofortgab Petrejus das Zeichen zum Angriff und ließ dieCohorten allmählig vorrücken. Auf gleiche Weise ver-hielt sich Catilina. Sobald die leichten Truppen sichhinreichend genähert hatten, geschah der Angriff vonbeyden Seiten, unter großem Geschrey. Die Veteranendrangen heftig nach, stießen jedoch auf hartnäckigenWiderstand. Catilina hielt sich im Votdertreffen auf,eilte den Bedrängten zu Hülfe, ließ frische Truppen andie Stelle der Verwundeten nachrücken, focht selbst sehrtapfer, erlegte viele Feinde mir eigener Hand, und er-füllte zu gleicher Zeit die Pflichten eines tapfern Sol-daten und eines tüchtigen Feldherrn.

Als Petrejus bemerkte, daß Catilina wider seinVermuthen sich tapfer halte, führte er die prätorischeCohorte in den Feind, brachte diesen in Unordnung undwiederholte den Angriff auf beyden Flügeln; die feind-lichen Befehlshaber derselben wurden gctödtet und ihreMannschaft geschlagen. Als Catilina die Schlacht ver-loren sah, stürzte er sich in den dichtesten Haufen derFeinde, wo er getödtet würde.

Nachdem das Treffen beendigt war, zeigte es sich,wie tapfer sich Catilinas Heer geschlagen Hütte. Jederdeckte die Stelle, die er im Gefecht einnahm, mitseinem Körper; wenige nur, welche die prätorischeCohorte auseinander gesprengt hatte, lagen etwas mehrzerstreut. Catilina wurde in einer weiten Entfernungvon den Seinen unter den Leichen der Feinde gefunden.