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2 (1826) Von der Verschwörung des Catilina bis zum Untergang des weströmischen Reichs / nach den Quellen bearbeitet von F. v. Kausler
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19
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Als die Feinde ihre.Hinterlist scheitern sahen, schloffen@<1,^'sie das römische Lager mit einem Walle von etlf undmit einem Graben von fünfzehn Fuß ein. Aus Mangelan eisernen Werkzeugen mußten sie die ganze Arbeit mitden Schwertern und bloßen Handen versehen. Dcm-ungeachtet waren sie mit dem ganzen Werk, das eineAusdehnung von zehn Meilen hatte, in drey Stundenfertig, woraus man auf ihre unermeßliche Anzahl schlie-ßen kann. In den folgenden Tagen erbauten sie Thürmeund Sturmdächer nach der Anweisung einiger Kriegs-gefangenen.

Am siebenten Tage der Belagerung erhob sich einheftiger Wind. Die Feinde schleuderten glühende Thon-kugeln und Brandpfeile auf die römischen Lagcrhütten,die nach gallischer Art mit. Stroh gedeckt waren undsogleich Feuer sicngcn. Der starke Wind verbreitete denBrand durch das ganze Lager. Unter lautem Schlacht-ruf, wie des Sieges gewiß, seztcn die Gallier die ThürmeUnd Sturmdacher in Bewegung und begannen mitSturmleitern den Wall zu ersteigen.

Hier zeigte sich die Tapferkeit der römischen Solda-ten im völlsten Lichte, obgleich sie auf allen Seiten vondem Feuer beschädigt, mit einem Hagel von Wurswaf-fen überschüttet wurden und das Gepäck ihren gan-zen Reichthum verbrennen sahen, verließ nicht einer denWall. Eine ungeheure Menge Feinde, welche sich vor-dem Walle zusammengedrängt hatten, und die wegenden dicht aufgeschlossenen Hintergliedern sich nicht zu-^Ezichen konnten, wurden theils verwundet, theils ge-tödtet.