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PREUSSEN. — Finanzen (früherer Staatshaushalt).
35,724 mit weniger als 400 Thlr.
4,500
2,400
4—600
6—700
3,100 mit 7— 600 Thlr,798 - 8— 900 -
824 - 900—1000 -
Die 1859 gewährten Erhöhungen betrugen 1’132,945 Thlr. Unterobiger Beamtenzahl sind indess nicht einbegriffen: die Angestellten derGemeinden und Kreise, Geistliche und Volksschullehrer, überhaupt alle,deren Besoldung nicht unmittelbar der Staatscasse zur Last fällt. (DieKosten für 59,335 Beamte berechnete Reden auf 21 ’417,8(52 Thlr.;dann ungefähr 3’259,000 an Pensionen. Rechnet man hiezu Nebenbe-züge und Bureaukosten, so dürfte sich schon vor der Besoldungserhö-hung eine Gesammtsumme von etwa 30 Mill. Thlr. für Unterhalt desBeamtenwesens ergeben haben.— In ganz Grossbritanien zählt man nur2790 Beamte, mit 91,106 £ Besoldung; siehe S. 11.
Es darf nicht übersehen werden, dass in der Neuzeit regelmässigVeräusserungen von Domänen stattfanden, deren Ertrag mit zur Deckungder laufenden Ausgaben dient. Es wurde budgetmässig auf Zu-flüsse aus dieser Quelle (somit vom Capitalstock) gerechnet, nach demVoranschläge für 1851 auf 1 Mill., 1852 1 ’(>00,000 , 1853 und 54 je2 Mill., 1855 und 56 je 1% Mill., 1857 1’300,000, 1858 und 59 je1 Mill., 1860 815,000, 1861 800,000, 1862—64 je 1 Mill.
Früherer Staatshaushalt. Zu Anfang des vorigen Jahrhunderts theilleman die Einkünfte in Kriegs- und Domänengefälle, die Ersten lediglichfür den Unterhalt der Truppen bestimmt. 1724 hatte die Krieg.scas.se3’800,000, die Domänencasse nur 2’950,000 Thlr. Einkünfte. BeiFrie-drich’s II. Thronbesteigung (1740) betrug die gesammte Staatseinnahme7*400,000. Dazu kam der schlesische Etat, 1744 mit 3’265,000 Thlr.Friedrich verstand es, die Einnahmen (vielfach in äusserst bedrückenderWeise) höher zu treiben; sie wurden für 1752 auf mehr als 12, 1780auf ungefähr 21, 1786 selbst auf 30 Mill. geschätzt. Zu Anfang des19. Jahrhunderts nahm man 31—33 Mill. an; die Hauptquellen waren :Domänengüter 7’466,000, Forsten 1*233,000, Contributionen undGrundsteuer 5’600,000 ; Accise und Zoll 9 '/ 2 Mill. (brutto 10’620,000,wovon Accise 7’889,000), Salzmonopol 4% Mill., Stempel 600,000,Zahlenlotterie 700,000.
Der Länderverlust von 1807 brachte die Einkünfte auf höchstens18 Mill. (Reinertrag) herab. 1812 ertrugen Domänen (sammt Forsten)4*360,000, Grundsteuer 2’984,050, Accise 4’669,189, Landconsum-tionssteuer l’351,085, Zoll (nur) 760,250, Salz 1 ’678,857, Stempel701,202, Gewerbsteuer 681,041.
Von 1821—48 wurden Etats publicirt; aber nicht blos in laco-nischer Kürze, sondern neben den veröffentlichten liefen auch geheimeEtats. Dieselben enthielten nur die Nettosummen. Der veröffentlichteEtat für 1821 gibt folgende Hauptziffern:
Einnahme: Domänenertrag 5’604,650; Domänenverkäufe 1 Mill.; Berg-wesen 572,000 ; Post 800,000; Lotterie 507,800 ; Salz 3’800,000; eigentl. Steuern35’857,850 (neml. Grundst. 9’326,000, Classenst. ü’321,850, Gewerbst. 1 ’ 600,000Zölle, Verzehrungsst., Schifffahrtsabgaben 15’280,000, Weggelder420,000, Stem-pel 2*910,00«); ausserordentl. Einnahmen 1*857,700. Zusammen genau 50 Mill-Ausgaben: Geheim. Cabinet etc. 300,550; Ministerien: des Auswärtigen600,000, d. Geistlichen 2 Mill., d. Justiz (ausser den Sporteln) 1’720,000, d. In-