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DEUTSCHLAND. — Land und Leute.
Zur ungefähren Bezeichnung des Zahlenverhältnisses der Ge-schlechter sei bemerkt, dass bei der Aufnahme von 1855 im Zoll-vereinsgebiete lebten:
weibliche Einwohner . 16*533,669 In Frankreich war der Unterschied
männliche - . 16’ 185,032 gleichzeitig nur 299,024.
Unterschied 348,637
Nationalitäten. Als möglichst bestimmtes Kennzeichen ist die Mut-tersprache anzunehmen. Darnach besteht die gesammte Bevölkerungder Mittel- und Kleinstaaten wesentlich nur aus Deutschen, mag auchdie Abstammung in einigen Gegenden (wie der Lausitz) slavisch gewe-sen sein. Nach den Zählungen von 1861 lebten im Bundesgebiete :
Deutsche Niehtdeutsche
in den Bundesprovinzen Oesterreichs (1857) 6’390,000 6’860,UÜÜ
- - Preussens . . . 13’U46,395 874,817
- - Mittel-und Kleinstaaten . . . . 18’103,586 70,000
Zusammen im Bundesgebiete 37’439,981 7’804,817
In den Nichtbundesländem Oesterreichs . 2’550,000 18*914,000
- - - Preussens . . 2*672,261 1*629,375
Die Zahl der ihrer Muttersprache nach »Deutschen« ist also in den
Mittel- und Kleinstaaten allein beiläufig ebenso gross wie in den preussi-schen und österreichischen Bundesprovinzen zusammengenommen.
Confessionen.
Katholiken
Protestanten
Andere
Christen
Juden
1. Oesterr. Bundesgeb.
(1857)
12*700,000
350,000
5,000
150,000
2. Preussen ditto
(1860)
5*231,000
8*800,000
1*320,000
15,800
143,000
3. Bayern (Schätzung)
3*300,000
6,000
64,000
4. Sachsen (1861)
41,400
2*180,000
2,200
1,600
5. Hannover - . .
221,600
1*652,400
2,000
12,100
6. Württemberg (1861)
527,000
1*180,000
2,500
11,400
7. Baden
896,700
445,500
3,000
24,100
8. Gr. Hessen
224,000
599,600
4,300
29,000
9. Kurhessen
107,700
611,600
850
18,300
10. Mecklenb.-Schwerin
(1862)
900
547,700
98,400
—
3,100
11. Mecklenb.-Strelitz
-
100
—
500
12. Holstein u. Lauenb.
-
1,300
590,000
—
3,500
13. Luxemb. u. Limb. (Schätzung)
414,500
5,000
—
1,600
14. Nassau (1861)
211,000
238,000
400
7,100
15. Braunschweig
-
2,600
278,000
100
1,100
16. Oldenburg
-
75,000
220,800
900
1,500
17. S.-Weimar
-
9,800
262,300
70
1,100
18. S.-Meiningen
-
850
169,900
80
1,550
19. S.-Coburg-Gotha (Schätzg.)
900
158,400
150
20. S.-Altenburg
-
100
137,000
—
21. 22. Beide Beuss
-
300
125,700
—
400
23. 24. Lippe u. Schmb.25. Waldeck
-
1,000
137,000
—
1,500
-
1,100
55,600
—
800
26. Anhalt
-
1,300
177,800
—
2,700
27. 28. Beide Schwarzb.
-
200
136,300
—
400
29. Hessen-Homburg
-
4,400
21,300
1,100
30. Liechtenstein
-
7,800
—
—
—
31. Hamburg
-
4,000
218,000
200
7,000
32. Bremen
-
1,500
96,800
100
33. Lübeck
_
250
49,850
100
600
34. Frankfurt (1858)
15,800
51,200
600
5,800
Zusammen deutscher Bund 24’004,000 20’993,800 44,100 495,000
MitGes.-Oestr. u. Preuss., Schles. 36’958,700 26*644,000 6’566,600 1*506,600Vollständig ohne diese . . . 6*083,000 11*753,800 23,300 202,000
Die »Katholiken« sind nur römische, ohne die griechischen Katholiken.