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Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde : für den allgemeinen praktischen Gebrauch / von G. Fr. Kolb
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208 DEUTSCHLAND. Sociale, Gewerbs- und Handelsverhältnisse.

Preussen und 1981 Luxemburg-Limburger, verstärkt durch 145U M. von derReservediv., neml. 731 von Lippe, 519 Waldeck, 200 Schaumburg. 3) Lan-dau: Bayern, verstärkt durch 1790, neml, 745 von Reuss, 539 Scnw.-Rudolst.,451 Schw.-Sondersh., 55 Liechtenst. 4) Rastatt: Badener, Oesterreicher u.Preussen. 5} Ulm: Württemberger, Bayern u. Oesterreicher.Die übrigenFestungen siehe bei den einzelnen Staaten.

Sociale, Ciewerbs- und llandelsvei-hältnisse.

Keine Nation der Erde besitzt eine so allgemeine Durchbildung wiedie deutsche. Leider sind die vorliegenden Materialien (in Folge derstaatlichen Zersplitterung) viel zu lückenhaft oder nach zu verschiedenenNormen aufgestellt, um in einem Gesammtbilde das hieher Gehörendezu vereinigen. Wir müssen auf die Notizen bei den einzelnen Staatenverweisen. Hier nur einige allgemeinere Daten.

Universitäten. Mit Einschluss aller preussischen (also auch desausserhalb des Bundesgebiets befindlichen Königsberg) zählt man 23Hochschulen (Universitäten), nemlich 6 in Preussen 'Berlin, Bonn, Bres-lau, Halle, Greifswalde und Königsberg, ausserdem Akademie in Mün-ster), 4 in Oesterreich (Wien, Prag, Graz und Innsbruck), 3 in Bayern(München, Würzburg, Erlangen), 2 in Baden (Heidelberg u. Freiburg),je 1 in Hannover (Göttingen), Sachsen [Leipzig), Württemberg (Tübin-gen), den Sächs. Herzogthümern (Jena), Grossli. Hessen (Giessen), Kur-hessen (Marburg), Schleswig-Holstein (Kiel), Mecklenburg (Rostock).Die Zahl der Lehrer an denselben beträgt ungef. 1950 mit Einschlussder Privatdocenten, Sprach- und Exercitienmeister; die Studentenzahlwar anfangs 1864 18,638.

Polytechnische Schulen. Sie sind eine rasch aufblühende Schöpfungder Neuzeit. So viel übrigens auch die meisten der Anstalten, welchediesen oder einen ähnlichen Namen führen, im Einzelnen leisten, sowerden uns doch nur folgende 7 als wirklich vollständige Polytech-nische Schulen bezeichnet: die zu Karlsruhe, Berlin (die Bauakademie),Hannover, Wien und München; dann Stuttgart und Dresden. (Eine bes.Erwähnung verdient noch die Bergakademie zu Freiberg.)

Literatur. In Deutschland'erschienen Druckschriften, unge-rechnet die Zeitungen und Anzeigeblätter (laut dem Hinrichsschen Vier-teljahrs-Katalog) :

1851 1852 1853 1854 1855 1856 1857 1858 1859 1860 1861 1862 1863

8326 8857 8750 8705 8794 8540 8699 8672 8666 9496 9566 9779 9889

Von der letzten Zahl dürften etwa 400 Schriften abzurechnen sein,die nur auf Titelwiederholungen von Lieferungswerken beruhen. ImUebrigen vertheilt sich die Gesammtzahl von 1863 folgendermassen:Sammelwerke, Literaturwissenschaft 198 Schriften, Theologie 1416;Jurisprudenz, Politik und Statistik 896 ; Heilwissenschaft 443, Natur-wissenschaften 505, Philosophie 91, Pädagogik, Schulbücher 777, Ju-gendschriften 275, alte und oriental. Sprachen 384, neuere Sprachen302, Geschichte 659, Erdbeschreibung 270, Mathematik 91, Kriegs-wissenschaft, Pferdekunde 201, Handel und Gewerbswesen 393, Bau-,Eisenbahn-, Schiffswesen 171, Forst- und Bergwesen 99, Landwirth-