18
trachtete, hatte sie hinreichend mit Vertheidigern, Un-terhalt und den nöthigen Waffcnvorräthen versehen. Erselbst hatte sich dem ungewissen Ausgange einer Bela-gerung nicht ausgesetzt, sondern aus den östlichen An-höhen der Stadt mit einem Heere von 100,000 Mannein Lager bezogen, in der Hoffnung, von hier aus dasHeer der Kreuzfahrer gleich den regellosen SchaarenPeters des Einsiedlers bei günstiger Gelegenheit all- >mählig aufzureiben. !
Am 5. Mai langte das Kreuzhcer in der Umge- l
gcnd von Nieäa an. Ganze Haufen unbeerdigter Leich- I
name von Peters Heere, welche an denStraßen aufge- >thürmt lagen, erhöhten den Zorn der Kreuzfahrer, den i
die Geistlichkeit trefflich zu schüren verstand. Oestlich !
der Hauptstadt lagerte das Hauptcorps unter Gott-- tfried von Bouillon, die Friesen, Flammänderund r
Deutschen unter dem Grafen von Flandern im ersten 2
Treffen; die Normänner unter dem Herzoge Robert 1
von der Normandie im zweiten und die Franzo- t
sen unter Hugo vonVermandois im dritten Tref-fen. Nördlich der Hauptstadt standen die Normänner ^
unter Tancred und die italienischen Pilger unter ^
dem Fürsten Bohemund. Rechts an diesen, den s
Zwischenraum bis zum ascanischen See nahmen die ^
griechischen Hülfstruppen unter Bitumites ein. Auf (
der Südseite ward Raum gelassen für Raimunds ^
von Toulouse Schaaren, aus Provenoalen und Spa- §niern bestehend. s
Nur die westliche Seite ward den Belagerten offen t