Buch 
4/1 (1833) Vom Anfange der Kreuzzüge bis zum Ende des fünfzehnten Jahrhunderts / nach den Quellen bearbeitet von F. v. Kausler
Entstehung
Seite
39
JPEG-Download
 

29

als dieser das ganze Kreuzheer unter die Waffen rief,und den Fliehenden zu Hülfe eilte. Die Türken, vonallen Seiten eingeschlossen, fanden entweder den' TodUr den Wellen des Orontes, oder durch das Schwerdt^ Christen, und Pagi Sejan, der vergebens denUnterliegenden Verstärkungen sandte, mußte unthätigerbeuge ihrer Niederlage seyn.

Nach gemeinsamer Berathung ward sofort beschloß-en, i der Nähe des Brückthors eine Burg zu bauen,unr auf diesem Punkte die verderblichen Ausfälle der8einde zu hemmen. Viele der Dürsten wiesen die Aus-führung dieses gefährlichen Unternehmens von der Hand,ins endlich Graf Raimund von Toulouse sich anbot,nicht nur die Arbeiten zu sichern, sondern auch dieKosten des Bauwesens aus eigenen Mitteln zu bestrei-ken. Das mit großem Eifer vollendete Werk, zu wel-chem man die aus den türkischen Grabmälern ausge-örvchencn Steine perwendete, erhielt eine starke Be-satzung, so daß den Belagerten jetzt nur noch das auf derwestlichen Seite gelegene Georgsthor offen stand. Alleinuuch hier wurden sie bald darauf immer mehr beschränkt,indem Tancrcd vor diesem Thore mit Benützung derKrümmer eines alten Klosters eine Burg erbaute und mitNormalien besetzte. Auf solche Weise wurden geordneteAusfälle der Türken beinahe gänzlich unmöglich gemacht.Gleichwohl wurden einzelne Pilger, welche sich unvorsichtigZwischen dem Lager und den Mauern zeigten, von denTürken aufgehoben und größrentheils unter MarternAngerichtet. Ein edles Beispiel standhafter Treue und^nerschrockenheit gab der auf solche Weise gefangene