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ihnen niedergehauen; von der zweiten unter Walde-mar Carpenel entkamen nur zwei Ritter und hier-auf wurde nach hartnäckigem Widerstand auch diedritte Schaar unter Hugo von Liberias vernichtet.In der vierten Schaar stand König Balduin mitdem heiligen Kreuze. Nachdem er aus der Hand desAbtes Gerhard das heilige Abendmahl empfangenhatte, stürzte er sich, nur sechs Ritter zum SchutzeGerhard's und des heiligen Kreuzes zurücklassend,mit solchem Ungestüm auf die Sarazenen, daß dieseendlich die Hoffnung des Sieges aufgaben und sichzur Flucht nach Ascalon wandten. 5000 ihrer Leichendeckten das Schlachtfeld. Die Christen hatten 80 Rit-ter und einen großen Theil ihres Fußvolks verloren.Das Lager der Sarazenen ward noch an demselbenTage von den Christen erobert und hierauf der Rückzugnach Joppe angetreten.
Schlacht bei Marasch.
Nachdem von den rückkehrenden Pilgern Kundeaus dem Osten nach Europa gebracht worden war,erwachte der Eifer, in das gelobte Land zu ziehen,aufs Neue. In Italien stellten sich Erzbischof An-selm von Mailand, die Grafen Albert und Guidovon Blandraz, Otto Altaspata, Hugo vo»Montbeel und Graf Wigbert von Parma andie Spitze dem von allen Seiten herbeiströmenden KreiEfahrer. In Frankreich waren die Grafen WilheliNvon Revers und Poitou Führer unermeßlicher Schaa^