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4/1 (1833) Vom Anfange der Kreuzzüge bis zum Ende des fünfzehnten Jahrhunderts / nach den Quellen bearbeitet von F. v. Kausler
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rcn, unter denen sich auch die Grafen von Bloisund von Vcrmandois befanden, welche aus dem^sien Kreuzzuge schimpflichcrweisc entwichen waren undletzt ihre gefährdete Ehre wieder herzustellen suchten.Auch ein zahlreiches Heer von Deutschen unter demalten Herzoge Wels IV. von Baircn nahm dasKreuz und folgte dem allgemeinen Impulse.

Die Italiener unter dem Erzbischof Anselm vonMailand waren indessen die ersten, welche den Kreuz-ig antraten und durch Kärnthcn, Ungarn und Bul-ZUrien nach Constantinopel zogen, ihren Weg mitAusschweifungen aller Art bezeichnend. Dort langtenwenigstens 50,000 ") Mann stark an und setzten,den Rath des weisen Kaisers Alcrius verachtend,Uach Asten über. Vci Nicomedia stießen auch die Fransävsen und eine Abtheilung Deutsche unter Courad,dem Stallmeister des deutschen Königs Heinrich IV.,öu ihnen, so daß dadurch das Kreuzhecr bis auf 250,000^tann wuchs. Kaiser Alerius sendete den Pilgern6uf ihr Gesuch 500 Turcopulen unter TziteS undGrasen Raimund von Toulouse mit der hei-iigen Lanze, als Wegweiser, weil das Kreuzheer nichtWeg der ersten Kreuzfahrer einschlagen,..sonderngegen Chorassan wenden wollte.

Unter vielfachen Beschwerden drang das Kreuzheerbis geg^ den Euphrat vor, auf welchem Marsche es

*) Andere geben i5o,ooo Mann, darunter 5o,ooo zuPferd, an.