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4/1 (1833) Vom Anfange der Kreuzzüge bis zum Ende des fünfzehnten Jahrhunderts / nach den Quellen bearbeitet von F. v. Kausler
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während eine griechische Flotte unter LandulphsOberbefehl die Küsten des Fürstenthums anzugreifen Be-fehl erhielt. Cantacuzenus rückte vor Laodicea undbelagerte diese Stadt. Er bemächtigte sich des Hafensund griff die Citadelle, wiewohl vergeblich an. Nach meh-reren zurückgewiesenen Srürmen suchte er die Besatzungdurch Versprechungen zu gewinnen, ohne jedoch Gehörbei derselben zu finden. Fest entschlossen, nicht eherabzuziehen, bis er sich des Platzes bemächtigt habenwürde, umzog er denselben auf der Landseite mit einerMauer, erbaute hinter dieser ein sturmfreies Fort undschnitt dadurch der Stadt alle Verbindung mit Antio-chia und der Umgegend ab. Um auch die Zufuhr vonder Sreseikc zu hemmen, sperrte er den Hafen mit einerstarken eisernen Kette, die an zwei besonders zu diesemZwecke erbauten Thürmen rechts und links befestigt war.Auf solche Weise gelang es ihm, sich der Stadt zu be-mächtigen. Nur die Citadelle hielt sich noch, verthei-digt von 500 Mann zu Fuß und 100 Reitern, alsder griechische Feldherr Mona st ras mit einem zwei-ten Heere vor Laodicea anlangte.

Bohcmund, dem alles an der Erhaltung derscl-gelegen war, warf nun Unterhalt und Kriegsbedürfnissehinein, ohne daß die Griechen es wagten, ihm eineSchlacht anzubieten. Nachdem er den Befehlshaber unddie Besatzung geändert, auch die ganze Umgegend ver-wüstet hatte, kehrte er wieder zurück nach Antiochis-Sowohl Cantacuzenus als Monastras verzwei-felten daran, sich der Citadelle von Laodicea zu bemäch-tigen, hoben die Belagerung derselben auf und kehrten