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4/1 (1833) Vom Anfange der Kreuzzüge bis zum Ende des fünfzehnten Jahrhunderts / nach den Quellen bearbeitet von F. v. Kausler
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würfe aus den Häusern bedrohten, mußte er sich zu-rückziehen, und setzte sich nunmehr in der erobertenVorstadt fest, wohin ihn die Einwohner nicht zu ver-folgen wagten. Hier ließ Boleslaw diejenigen hin-richten, welche das erste Beispiel der Plünderung ge-geben und dadurch die ganze Unternehmung scheiterngemacht hatten. Dieses Beispiel von Strenge war vv»guten Folgen, denn das ganze Heer zeigte für den so!- >genden Tag die größte Kampfbegier., Boleslaw be- ischloß, dieselbe zu benutzen und ordnete einen allgemei- ^nen Sturm an. Ein Theil der Polen erhielt Befehl,die Mauern zu ersteigen, ein anderer, die Thore z»sprengen; noch -andere sollten durch Wasserleitungen indie Stadt einzudringen suchen. Der Nest ward an denGräben der Stadt aufgestellt und sollte durch einen fort-dauernden Pfeilrcgen die Vertheidiger von den Mauer»entfernt zu halten suchen. Gegen diese Anstalten traft»die Einwohner die ihrigen mit nicht minderer Umsichtso daß die Angriffe der Polen, welche vom Morgen bstzur Nacht dauerten, zu keinem Erfolge führten. Bolesftlaw, dessen Truppen großen Verlust erlitten hatte»,und auf's Aeußerste ermüdet waren, führte sie in ^Vorstadt zurück und beschloß, die ganze Unternehmungauszugeben. Unter Verwüstung der ganzen Hingegen^führte er sein zusammengeschmolzenes Heer über ^Grenze zurück.

Belagerung von Nürnberg.

Gegen den mir dem Kirchenbanne belegten Ka>^Heinrich IV". empörte sich sein Sohn Heinrich»^

aios.