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gend der Peterskirche handgemein. König HeinrichV.suchte in der Person des Papstes und der KardinäleMeißeln für seine Sicherheit zn erhalten und ließ daherö>ese mit 16 Kardinälen und andern Begleitern ver-haften und der Aussicht des Patriarchen Ulrich von^guileja übergeben.
Hierauf drängten die sich in großer Anzahl sam-melnden Deutschen die Römer mit großem Verlustüber die Brücke bei der Burg des Crescentius (Engels-hurg) zurück, so daß einen Augenblick lang jede Ge-fahr beseitigt zu seyn schien. Allein über den erlittc-Mn Verlust und die allgemein kund werdende Gcfan-Zennehmung des Papstes auf's Höchste erzürnt, sam-melten sich, von dem entkommenen Kardinalbischofe von^usculum angefeuert, die Römer und griffen, durch2000 Apülier unterstützt, die Deutschen in der NachtMit solchem Nachdruck an, daß viele gerödtet wurdenhab der König unangeklcidet und tnit bloßen Füßenfein Roß besteigen und den Kampf wagen mußte. Dasward unter ihm gctödtet und während er ein an§heres von dem mailändischen Glasen Ottö dargebote-nes bestieg, ward dieser von den Römern gefangen,^ik wilder Grausamkeit in. Stücke zerrissen und dieseHunden vorgeworfen.
Heinrich V. gerieth auf diesem Punkte in soTwße Gefahr, daß er laut ausrief: „Seht ihr nicht,die Römer mich umringen? — Wollt ihr, weinebannen, euertt König nicht erretten?"
Durch diesen Aufruf ermuthigt, drangen die Deut-
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