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Belagerungszeuges'von dem Holze, das sie auf ihrenSchiffen mitgebracht hatten; der Patriarch ließ einenThurm erbauen, der die höchsten Thürme von Tyrusüberhöhte. Dieser sowohl, als die Wnrfmaschinen, wur,„ach beendigtem Bau der Stadt so viel als mög-lieh genähert und begannen sofort ihr Spiel mit solchemNachdrucke, daß der Staub der erschütterten und häufigäMrümmcrtcn Mauern öfters die Sarazenen den Au,gen der Christen entzog und eine Wolke um sie bildete.Selbst die Häuser innerhalb der Stadt wurden durch *bie hincingeschlcudcrtcn Steiumasscn nebst den Bcwoh,^kn zerschmettert. Insbesondere zeichneten sich von der.kindlichen Besatzung die damascenischcn Neiter aus^ad leuchteten bei allen Ausfällen den sonst einkriegen,scheu Tyriern mit dem Beispiele der Tapferkeit voran.
Nach Verlauf einiger Wochen führte Graf Pon-E'us von Tripolis den Christen einige Hülfstruppenäu, und unterstützte diese bei ihrer mühseligen Unter-nehmung kräftig. Gleichwohl vertheidigten sich dieTy-^er mit größter Ausdauer, immer auf Hülfe vonEgyp-oder Damascus rechnend. Zwar verbreitete sichbas Gerücht im christlichen Lager, der Atabck Togh-Eeki n nahe an der Spitze eines zahlreichen Heeres undhabe bereits am Fluße Kajamisch (Leontcs), zwei MeilenTyrus, ein Lager bezogen, allein eine von denBenerianern unternommene Rekognoscirung gab die^wjßheit, daß Toghtekin, ohne etwas zur Be,s^i'ung von Tyrus zu unternehmen, nach Damasc zu,»ückgekehtt sey.