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Deutschvrdens hauptsächlich in der Provinz Natangenabgeworfen hatten, sammelte sich unter den Fahnen desLandmcistcrs Helmerich von Rechenderg ein Kreuz«
Heer. Dieses durchzog, ohne auf Finde zu stoßen, dasKulmerland, Pomesanien, Pogesanien, Crmland undeinen Theil von Natangen, wo es in der Gegend, wospäter Brandenburg erbaut wurde, ein festes Lagerschlug. Hier ward beschlossen, einen Theil des Heeresins Innere der Landschaft auf Plünderung auszusenden,während der andere das Lager bewachen sollte.
Sobald die Natanger Kunde erhielren, daß dergrößere Theil des Heeres zum Raube ausgezogen sey,sammelten sie sich, brachen in großer Zahl aus denWäldern hervor und stellten sich bei Pokarwen demfeindlichen Lager gegenüber zur Schlacht auf.
Trotz der Ungleichheit der Srrcitkräfte nahm dasKreuzhecr den angebotenen Kampf an, in welchem sichvor allen der Ritter Stenzcl von B en theim durchseine Tapferkeit auszeichnete. Mehreremal gelang es'bm, die feindlichen Reihen zu durchbrechen, bis er end-lich, von Wunden erschöpft, unter einem Hügel vonwichen begraben ward. Sein Beispiel entflammte dieKreuztruppen zur hartnäckigsten Ausdauer. Allein dieNatanger, durch ihren Anführer Heinrich MonteMit der Kriegführung der Deutschen bekannt geworden,sühnen immer neue Truppen ins Gefecht, bis endlichdas Kreuzheer nach großem Verluste und in der Un-möglichkeit länger» Widerstandes, sich zur FluchtMendcte.
Das Treffen war bereits beendet, als der auf Plün-