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und erfochten endlich den Sieg; nach dem Falle derbeiden Anführer ergriffen die Samlander in wilder Un-ordnung die Flucht. Die beiden Thürme wurde» ero-bert, die Besatzung erschlagen und die Fliehenden bisweit i» das Land hinein verfolgt. An diesem Tagesielen nicht weniger als 5000 Feinde. Die Brücke undbie Thürme wurden geschleift.
Niederlage der Samlander bei Pvbethen.
Don ganz Samland behauptete sich nur noch derwestliche Theil im Aufstande gegen die Macht desDeutschvrdens. Allein dort wohnte der tapferste und^ffchlossenste Theil des ganzen Volkes- und jedes Dorfwar im Stande, 500 streitbare Männer zum Kampfegegen die verhaßten Christen zu stellen.
Der Ordensmarschall, der sich die Überwältigung^esis Theiles von Samland nicht allein zutraute, riefden Landmeistcr von Lievland um Beistand an, indem" ihm Tag und Ort bestimmte, wo die zu Hülse ge-sendeten Truppen sich mit seiner Kriegsmacht vereini-gen sollten. An dem festgesetzten Tage brach die Machtdes Ordens von Königsberg auf, siel in das westliche^anstand ein, und verheerte das Land mit Feuer undSchwert, ohne die Ankunft der lievländischen Hülfs-^"ppen abzuwarten.
Da sammelten sich die Samlander von Dorf zu^orfc und rückten dem Ordcnsheere in geordneten Hau-s"' zur Schlacht entgegen. Nachdem die Ritter übersechs Stunden den wüthendsten Kampf ausgehaltenbakte» und viele der Ihrigen bereits gefallen waren,o- Kauslers Wörter-, d. Schlachten. IV. Bd. zg
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