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4/1 (1833) Vom Anfange der Kreuzzüge bis zum Ende des fünfzehnten Jahrhunderts / nach den Quellen bearbeitet von F. v. Kausler
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1265 .

ward Königsberg am Jahrestage der Schlacht bei Po-karwen befreit und jene Niederlage blutig gerächt.

Belagerung von Königsberg.

Nach der Niederlage bei Kaligen vereinigten dieSamländer ihre Streitkräfte unter den erfahrnen Kriegsfürsten Glande und Swayno. Ihr Hauptzielwar dahin gerichtet, Königsberg alle Zufuhr zuWaffttvon Elbing herauf abzuschneiden; denn zu Lande u>ates an und für sich unmöglich, der Burg von irgendeiner Seite Lebensrnittel zuzuführen. Sie bedeckte» dt>§Haff und die Einfahrt in den Pregel mit ihrenzeugen, nahmen oder vernichteten alle Frachtschiffe dckRitter, und brachten dadurch eine Hungersnoth uutckden Ordensrittern zu Königsberg zum Ausbruche. ^demselben alle Zufuhr abzuschneiden, zogen dieländer eine Brücke über den Pregclstrom, erbauten 6"beiden Enden derselben feste Thürme und legten st^Besatzungen in dieselben. Dadurch siieg die NothKönigsberg auf den höchsten Grad. Die Deutschn^zogen den Tod im freien Felde einem schmählichen Hu"'gertode vor. Sämmtliche waffenfähige Mannschaftsich in die vorräthigen Schiffe und steuerte den Stro^hinab bis an die Brücke. Unter einem heftigen Sturrwwinde wurde diese erstiegen und sofort der entschlossen!^Kampf mit dem Feinde auf der Brücke und in denThürmen begonnen. Swayno und Glaube bcsi^ligten die feindliche Mannschaft in Person. Diedcnsritter, obwohl der Zahl nach weit geringer, ^ihre Feinde, kämpften mit dem Muthe der Verzweifle