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fangen, und warf sich sofort auf Heinrich selbst,der, nebst dem tapfern Philipp B äffet, noch hart-näckigen Widerstand leistete; als aber Philipp ge-fallen und dem Könige Heinrich lll- das Pferd ge-lobtet worden war, ergab sich dieser, worauf die Ko-liiglichen sich zur Flucht wendeten.
Als Prinz Eduard vvm Nachsetzen zurückkehrte,waren beide Heere verschwunden; aus dem mit Lobtenund Verwundeten bedeckten Schlachtfelde erfuhr er die
Gefangenschaft feines Vaters. Seine Bemühungen,denselben zu befreien, waren vergebens, daher stellteer nebst dem Prinzen Heinrich sich am folgendenTage als Geiseln für das friedliche Betragen ihrer Va-ter, des Königs von England und des römischen Kb.uigs; zugleich ward festgesetzt, daß alle Gegenstände,deren gütliche Ausgleichung nicht im nächsten Parla-mente zu Stande käme, dem Ausspruche unpartbciischerSchiedsrichter überlassen bleiben sollten. Dieser Ver-mag ist unter dem Namen des Spruches von Lewesbekannt. In der Schlacht an diesem Tage zählte jeder
rs. Mai,
Theil etwa 5000 Todte.
Belagerung von Bartenstein.
Unter dem Landmcister Ludwig von Balders-beim belagerten die empörten Preußen die feste Burgbartenstein an den Gränzen des Bartcrlandes. DieBesatzung bestand aus 400 Mann, theils Ordensrittern,theils deutschen Einzöglingen. Die Preußen, 1500Mann an der Zahl, schloßen die Burg mit einer Um-