Buch 
4/1 (1833) Vom Anfange der Kreuzzüge bis zum Ende des fünfzehnten Jahrhunderts / nach den Quellen bearbeitet von F. v. Kausler
Entstehung
Seite
572
JPEG-Download
 

572

Mameluken, welche sich bei einem Angriffe auszeichne-ten, theilte er Ehrenkleider aus, wahrend der Groß-richter von DamaSc die Truppen im Namen des Pro-pheten zur Tapferkeit auffordern mußte.

Die christliche Besatzung von Saphad vertheidigtesich indessen mit nicht minderem Muthe, der den Sa-razenen allmählig so furchtbar wurde, daß sie baldweder durch Belohnungen, noch selbst durch die härte-sten Strafen, mehr zum Angriffe vorzubringen waren-Schon dachte BibarS darauf, die Belagerung aufzn-heben, als Uneinigkeit unter den Christen ihn von die-sem Vorhaben wieder abbrachte. Durch zahlreiche Un-terhandlungen, Versprechungen und wohl angebrachteDrohungen vermehrte er das Mißtrauen der Belagertengegen einander, und brachte es in kurzer Zeit dahin,daß ein Theil derselben für die Uebcrgabe stimmte, derandere dagegen behauptete, man müsse sich bis auf denletzten Mann vertheidigen. Von diesem Zeitpunkte annahm der Widerstand der Christen in demselbenhälrniffe ab, in welchem die Kühnheit der Türkenwuchs, und als Bibars an einem Freitage Austa^ten zu einem allgemeinen Sturme treffen ließ, legtendie Christen die Waffen nieder und öffneten den Sara-zenen ihre Thore. Sultan Bibars gestattete ihn"'freien Abzug; statt jedoch Wort zu halten, ließ cr st"am folgenden Tage, 600 an der Zahl, niederhauen»und nur zwei Christen wurden von ihm begnadigt»der eine, ein Johannitcr, ward von ihm nach P'"^mais gesendet, um seinen Glaubensgenossen den o