,S8
der Herren abgestraft werden. — Genauer wollteman nun nachforschen, wie viele Bürger der eidge-nößischen Vermittlung geneigt, und wie viele ihrabgeneigt wären; man berufte zu dem Ende hinden ii. Augstm. die Bürgerschaft aufs RathhauS;vorher noch gab mau ihr durch die Zunftvorsteherauf den Zünften die Versicherung : Bey glüklichemErfolge gütlicher Unterhandlung, werden sich dieeidqenößischcn Gesandten des geringsten Eingriffes indie baslersche Gerichtsbarkeit und Hoheit sorgfältigenthalten, sie werden die Verfassung nicht im min-desten abändern, und die angekündigte Amnestieheilig beobachten. Die Bürgerausschüsse besorgten,daß sich der gemeine Mann von dem feierlichenAublike der Rathüvcrsammluiig eben so leicht mögtehinreisten lassen, wie erst noch in der Münsterkirche.Durch ihr Zureden brachten sie es dahin, daß kaumZoo. Bürger auf dem Ratbhause erschienen. Dieübrigen alle versammelten sich auf ihren Zünften.Hier vereinigten sie sich zur Verwerfung der eid-genössischen Vermittlung. Wirklich seztcn sie'S durch,daß die Erörterung der noch streitigen Punkte sechsMännern aus dem kleinen Rathe, sechsen aus demgrossen, und sechsen aus der Bürgerschaft anvertrautwurde. Schon machten sich die eidgcnößischen Ge-sandten fertig zur Abreise. Alles mögliche that derRath zur Hintertreibung derselben. Endlich willig-ten