Buch 
2 (1802) Leonard Meister's Helvetische Geschichte während der zwei leztern Jahrtausende oder von Cäsars bis zu Bonaparte's Epoche [2]
Seite
167
JPEG-Download
 

dem grossen nebst einem Exemplare von der verkün-digten Amnestie. Den Augstmonat erschienen dieVermittler vor dem grossen Rathe. In ihrem Na-men stellte Bürgermeister Esther von Zürich vor:Noch scheine die Aussöhnung wenig sicher und dau-erhaft; zur Beilegung also der noch streitigen Punkteempfehlen sie ihre gütliche Vermittlung, und, wo-fern sie fruchtlos seyn würde, einen eidgenößischenRechtsspruch. Den 7. Augstmonat stellte der Rathalles der eidgenößischen Vermittlung anheim. ZweenLage darauf hielt Bürgermeister Escher von Zürichvor der ganzen versammelten Bürgergemeine in derMünsterkirche einen Vertrag über die Nothwendig-keit der Eintracht. Diesen Vertrag begleitete miteinem ähnlichen der Bürgermeister Soein von Basel.Hierauf empfahl er der Bürgerschaft die Annahmeder eidgenößischen Bermittlung. Beynahe durchgän-gig hoben die Bürger zur Annahme die Hand auf.Nur einzelne Bürger schrieen entgegen. SogleichNachmittags beruften die unwilligen Ausschüsse dasVolk auf die Zünfte zusammen. Mit eigner Handunterzeichneten mehrere Bürger die Erklärung: daßsie die eidgenößische Vermittlung nicht annehmen,wofern nicht vorher durch eidgenößische Zwisthenkunftdie freie Einfuhr des Getreides wieder würde herge^stellt, die Schleifung der Festungswerker zu Hünin-gen zu Stande gebracht, und der Meineid und Lroz

der