Sr. Gallen, keinen Bestich annehmen kömite. DieDeputazion kehrte zurük. ^ Unter Hand erinnerteman Amelot, daß es für die eidgenößische Souvc«rainität nachtheilig wäre, wenn jeder Bottschasterdie Deputirten selbst wählen dürfte. Unter den an-dern erhielt hierauf auch der Baron im Thurm denZutritt. Der kaiserliche Bottschaster beschenktebeym Abscheide jeden von den eidgenößischen Ge-sandten mit 6;. Reichsthaler. Den r. Juni1690. erkennte hierauf der Rath in Zürich, daßkünftig anf den Lagleistungcn kein Zürcher Ge-schenke annehmen sollte. Auf der gemeineidgenößi-scheu Jahrrechnung im gleichen Jahre arbeiteten diekriegführenden Mächte schon wieder, jedoch «dermalfruchtlos, an Untergrabung der eidgenößischen Neu-tralität. Gegen französischen Ueberfall suchte beson-ders auch Savoiien Beystand und Rath. Dersavo,-sche Gesandte, Graf von Govon, fand die Cantonenicht ungeneigt. Die Berner besonders empfahlenden Herzog zur Einschlieffung in die Neutralität.Indem sie ihn mit Frankreich auszusöhnen bemühtwaren, erwarteten sie bey ihm besseres Gehör zuGunsten der verfolgten Waldenser; überhaupt hattensie zum Nachbar lieber den Herzog, als den grossenfurchtbaren Monarchen. Fruchtlos indeß blieb dirUnterhandlung wegen Savoiien, hingegen schloßman in die eidgenößische Neuteralität auf der einen
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