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2 (1802) Leonard Meister's Helvetische Geschichte während der zwei leztern Jahrtausende oder von Cäsars bis zu Bonaparte's Epoche [2]
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Neue Kirchenordnung in Appenzell^)

im I. 1660.

Im I. l66s. hatte auf der Landesgemeine zuTrogen der Landammann Tanner wegen Alters-schwachheiten durch seinen Sohn die Entlassung be-gehrt. Die eine Partey wollte ihn bestättigen, dieandre seinen Sohn wählen, die dritte den Statt-halter Diezi. Nach heftigem Tumulte siegte dieerste Partey. Nun sollte die Huldigung vorgehen:allein noch nie war es der Fall , daß man den Eidder Treue einem nicht gegenwärtigen Landammannegeschworen. Aus Schonung des Herkommens ent- »ließ man also den Landammann, und wählte seinenSonn. Einmal in Feuer gejagt, gab nun die Lan.desgemcine verschiedenen bedenklichen VorschlägenGehör. Unter den Vorschlägen war auch die Ab-schaffung der neuen Kirchenordnung , des neuen Land-buches und Ebebüchleins. Einige Jahre vorhernehmlich, im I. 1655. hatte die Obrigkeit die Lan-des- und Matrinonialgeseze neu durchgesehen, «ndim I. 1657. mit Benhilfe der Prediger eine durch-gängig gleichförmige Kirchenordnung eingeführt,und davon im I. >6;y. jeder Gemeine ein Erem»plar zugestellt. Solche politische und kirchliche de-formen

) Walsers Appenzeller Chron. s. 6zz.