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2 (1802) Leonard Meister's Helvetische Geschichte während der zwei leztern Jahrtausende oder von Cäsars bis zu Bonaparte's Epoche [2]
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formen wollte man nicht einseitig der Obrigkeit al-lein überlassen. Man schrie über Neuerung, übergefährliche Folgen. Jeder schrie in seinem eigenenGeiste und hatte seine besondere Absicht, sämmtlichaber vereinigten sie sich zur Erweckung des Miß-trauens. Auf der Ueberschrift der Kirchenordnunzlas man die Worte : cum LuüoriMts suxeriorum.Solche Worte, hieß es, braucht nur entweder einLandvogt oder ein Iesuite. Eine solche Spracheduldet ein freies Volk nicht. In einem Edikte vomMerz 1660 entschuldigte sich die Obrigkeit, undstellte es den Gemeinen frey, Gott entweder »achder neuen oder nach der alten Kirchenordnunz zudienen. In jeder Gemeine hielt man hierauf Kirch-hörinen, (Versammlungen) und wählte nach Be-lieben diese oder jene Kirchen - Agenda. Auf derLandesgemcine selbst verwarf man mit Mehrheit derStimmen die verbesserten Landes - und Ehcgeseze,und die Glieder des RcformationSkommitts vcrfällteman zur Bezahlung aller hierüber ergangenen Ko-sten. — Wenn hier gegen den Neuerungsgeist dasVolk eiferte, so eiferte dagegen anderwärts die Re-gierung.