Buch 
2 (1802) Leonard Meister's Helvetische Geschichte während der zwei leztern Jahrtausende oder von Cäsars bis zu Bonaparte's Epoche [2]
Seite
306
JPEG-Download
 

dem Schreiben beglükwünschten ihn die CantvneLuzer»/ Nri, Zug, katholisch GlamS, katholisch Ap-penzell und Solothuni. Mittlerweile beunruhigtedie helvetischen Grenzen am Rheine wechselweise baldLas französische bald das kayserliche KriegeSheer.Bey der nahen Gefahr nahm die Stadt Basel Mi-liz auf. Zugleich erhielt sie eidgenößischen Zuzug.Zur Beschüzuug der österreichischen Waldstadte schikteBern unter FrischingS Anführung 6voo Mann ab. *)

Zur

*) Das Oberkommando erhielt in eben diesem Jahre(1701.) Bürkli , ein Zürcher. Da dieser Manndurch mancherley Glüköwechsel von der unterste«Stufe zu dem höchsten militairischen Range ge-langte , so mag hier eine kleine Episode über seineGchiksale nicht ganz am unrechten Orte stehen :Schon im fünfzehnten Jahre war er als Ladetunter die französische Leibwache getretten. Einigejunge Offiziere vom Adel erlaubten sich über seinebürgerliche Abkunft verschiedene beleidigende Wor-te. Zur Vermeidung gefährlicher Strcithändel be-gab er sich nach dem Fcldzug in Flandern wiedernach Hause. Nicht lange hernach führte er demChurfürsten von der Pfalz eine Compagnie zu.Besonders im I- 1639- hatte er wahrend der fran-zösischen Verwüstungen in-er Pfalz dem Churfür-sten gute Dienste geleistet. Auf Empfehlung desHerzogen von Lothringen trat er hierauf mit sei-ner Compagnie als Obrist-Wachmeister in kayser-liche Dienste. Im I. 1661. ward er Obrist überdas dem Kayser bewilligte eidgenößische Schirm-