gesichert blieben, so empfanden die Eidgenossen nichtsdesto weniger noch immer den Einfluß des auswär-tigen Krieges. Von Seite des schwäbischen Kreisesbedrohte man sie mit Lrhöbung des GalzpreiseSund Steigerung des Zolles. Um sie zu gewinnen,bot der französische Bottschafter burgundisches Salzan, das Pfund um i. Sous, nach Genf geliefert.Unter Hand suchte er durch eidgenößische Vermitt-lung den Frieden. Die reformirten Cantone lehntendie Vermittlung von sich; die katkwlischen über-nahmen sie fruchtlos. Die leztcrn erneuerten^ imFebr. 1706. mit Spanien das mailändischc Kapitu-lat, auf die kaiserliche Protestation aber beschworenes nur Luzern, Uri, Unterwalden und Aug.—Von der Unsicherheit im Handel und Wandel, wel-che der Krieg verursachte, im Vorbeygehen nur fol-gende Proben: Den rg. Febr. 1706. ermordeteman (auf geheimes Anstiften) unweit Rolle amGenfersee zween französische Postillione. Im Som-mer des gleichen Jahres kaperte man bey Lausannefranzösisches Geld weg. Als Urheber dieser Freybeu-terey verurtheilte man in Bern einen gewissenVlanchet, sonst Baron de Letz genennt, Binderetvon Lütry, zum Tode. Im Merzmonate 1706. be-mächtigten sich zwey französische Schift mit Ge-walt der bernerschen Galliot von Vivis. Wennauf solche Weise das Völkerrecht, das Kriegcsrecht
und