die ganze Gemeine verhört werden mözte. Indemder Demagog die Gemeine auf den Richterstuhl sez-te/ gewann er auf seine Seite eine zahlreiche Par-tey. Zu feiner Vertheidigung erschienen mehr alshundert Bürger. Durch den Mund des gewesenenChatelain Brün von Tbiele stellten sie die gefähr-lichen Folgen einer solchen Absezung vor. Nachfruchtloser Bemühung, wendete sich Girard, denEidespflichten zuwider, an den Prinzen von ContraDiesen beredete er, daß er einzig seinetwegen zumMärtyrer geworden. Auf Fürbitte des Prinzen em-pfahl der König der Herzogin von Nemours dieWiedereinsezung des Pfarrers. Dringend schriebdie Herzogin an ihren Gubernator, daß er denStadtrath und die Synode zu dieser Wiedereinse-zung bewege. Man stellte, ihr aber vor, daß bereitsein anderer Pfarrer eingesezt worden, und daß mandas Geschehene nicht ohne Aergerniß und Verwir-rung, auch nicht ohne Verlezung der Disciplin undKirchenfreyheit abändern könnte. Den 7. August1699. drohte der König, daß er selbst einen neuenGubernator ernennen, und der Herzogin zur Wie-derrinsezung des Girards mit Truppen behilflichseyn werde. Im Namen des Rathes und der Sy-node holte der Pfarrer Tribolet und der VeunerChambrier zu Zürich und Bern guten Rath ein.Im Sept. 1699. versammelten sich die reformirten-ter Band. A Eid-
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