Buch 
2 (1802) Leonard Meister's Helvetische Geschichte während der zwei leztern Jahrtausende oder von Cäsars bis zu Bonaparte's Epoche [2]
Seite
336
JPEG-Download
 

Namen der Landstande eine neue Versammlung zu-sammen. Er hatte keine geringere Absicht, als dieEnterbung der Herzogin von Nemours , und dieDurchsezung des AuSsprncheS von dem Parlamentezu Gunsten des Prinzen von Conti- Die Neuen-burger hingegen und ihre Bundesgenossen seztcn sichin bestmögliche Gegenverfassung. Der König in Eng-land erinnerte den König in Frankreich an die ver-sprochene Neutralität» Dieser befahl dem Prinzenvon Conti und der Herzogin von Nemours, denStreithandcl nicht weiter zu treiben, sondern sich«ach Paris zu begeben. Kaum hatte sich das Gewit-ter in Etwas gestillet, so entstanden schon wieder .neue Bewegungen. Seit mehrern Jahren hatte derPfarrer zu Ncuenburg David Girard, seine Kanzelzur Tribune gemacht. AuS dem Heiligthumme schleu-derte er den Bannstral über jedes Glied der Regie-rung , das seinen Ehrgeiz beleidigte. An dem Oster-feste 1699. predigte er mit solcher Wuth gegen dieObrigkeit, daß er auf ihren Antrieb von der Sy-node entsezt werden mußte. *) Er beschwerte sich,Laß die gegen ihn gebrauchten Formalitäten bey derKirchenvisitazion gesezwidrig gewesen, und verlang-te, Laß über sein Betragen und über seine Predigten ^

die

*) Barbeyrac <Ie lVlagillratu karte peecants s xiilxl- ,> ti 8 8 acris iioii traäueemlo, mie auch GiSb. Vsk- ,titts /lscetie. s. 69z.