Hausthür. Der Pöbel berauscht sich in seinemWeinkeller. Ohnehin schon erbizt von dem Weine,gsrath er nun vollends in Wuth, als Gaudots Neffebewaffnet hervortritt. Der Rath stellt eine Wachevor das Haus/ und ein Corps Grenadiers auf dieStrasse. Inzwischen Messen Gaudot und seinNeffe vom Fenster unter das Volk, töden einenZimmermeistcr, verlezen einiqe andere , und schleu-dern unter sie Prügel. Auf seinem Zimmer em-pfängt Gaudot drey Schüsse, und fällt todt nieder..Damals befanden sich , und zwar zum siebenten-male Abgeordnete des Rathes auf dem Schlosse,und erklärten sich als ohnmächtig gegen die Volks-wuth. Bey GaudotS Falle rufen die Bürger : Eslebe der König ! Mit den Worten ziehen sie ab.Gaudots Leiche bekömmt eine Wache. SeinGerathund seine Schriften trägt man aufs Schloß. BeymMangel an Zwangmitteln kann der Rath mehr nichtthun. Au schwach sind die Grenadiers gegen diebewaffnete Menge. Nur wenig thut der Vice-Gu-bernator, und gleichwohl steht die Miliz ihm zuDienste. Der Rath thut nichts ohne den Maire,einen Beamten des Königs. Gemeinschaftlich ver-fassen sie unter den Angen des Vice--Gubernatorszwey gleich lautende Visa. Dieser schilt sie nachHofe. Das Amt eines General- Advokaten, wel-- ches Gaudot bekleidete , ist keine StaatS-sondern
»ine