Buch 
2 (1802) Leonard Meister's Helvetische Geschichte während der zwei leztern Jahrtausende oder von Cäsars bis zu Bonaparte's Epoche [2]
Seite
395
JPEG-Download
 

destage bewe-en. Gemeinschaftlich sezte man einigeZeit die Veranschlagungen fort; man übergab dieUntersuchung wegen der Bischofswahl und wegendes vorgeblichen Verkauffes vom Münsterthale ei-nem besondern Committ«, und bey schwerer Busseverbot man jedem Bunde und jedem Hochgerichte,sich ausschlieffend und einseitig die im Capitularebestimmten Pensionen auszahlen zu lassen. Damitendigte sich der Bundestag. Den 9. Oktober kehrtendie eydgenößischen Gesandten von Ilanz nach Chnrzurük, woselbst sie über die gemachten Vorschlägedie Ratifikation von sämmtlichen Gemeinen erwar-teten. Wirklich liess im November von den meh-ren: Gemeinden die Ratistkatlvn ein. Nunmehr be-hauptete der Landrichter des obern grauen Bundes,dermahl könnte sich sein Bund eben so wenig, alsvorher der Gotteshausbund, der Mehrheit der bei-den tmdem jBünde untcrwerffcn. So wohl er, alsder Landammann des Zehn Gerichte Bundes ver-langten eine neue Sammlung der Stimmen ausden 9. Dezember. Erst in den lezten Tagen dlesesMonats traten in Chur die Buudeshäupter wiederzusammen. Der Landrichter des grauen Bundeswollte die Liste von den Stimmen in seinen Ge-meinen nicht vorlegen. Nur durch eine Haupt-summe suchte er zubercden, daß die Mehrheit sei-nes Bundes den Vorschlägen der eidgenößischen Ge-sandten