Mailand geführt. Einige GraubünLtner, dir ander Verräthercy theil hatten, flüchteten sich, fan-den aber Schu; bey dem Minister des Kaisers. Vonden Graubündtnern erhielt Frankreich keine Genug-thuung. Erst am Ende des Jahres 17»;. wechselteder Wienerhof die Gesandten gegen die TochterLudwigs xvl. aus.
Um eben diese Zeit, im I. 1794 , gelang es inGraubündten einer Parthey, die ganz von demfranzösischen Geiste der Freiheit und Gleichheit be-seelt war, der alten Landesreform vom I. 1694.eine noch demokratischere Entfaltung zugeben. DieseParthey vertilgte vollends den lezten Unterschied deserblichen Vorranges; sie belegte die bisherigen Pen-sionnairS auswärtiger Höfe mit Geldbussen, undnöthigte einige derselben zur Auywanderung. * **) )Eine noch wichtigere Revolution erfolgte im Som-mer 1797. Nachdem sich unter dem Einflüsse vonFrankreich Mailand für unabhängig erklärt hatte,glaubten sich nunmehr die Veltliner nicht längeran das mailandische Capitulat gebunden; nicht län-ger anerkennten sie weder die Graubündtner alsOberherren, noch den Kaiser als Vermittler. *')In dem mittlern Terzier verbreitete sich den -9.May eine Drukschrist mit zahlreichen Unterzeich-nungen ,
*) Norrmann Th. m. s. 249;.
**) Norrmann Lh- NH s. -49--