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1 (1824) Erster Theil: Taktische Geschichte der Artillerie / von W. von Grevenitz
Entstehung
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Einleitung.

Allgemeiner Abriß der Geschichte der Taktikund der Kriegskunst, von den frühestenbis auf die neuesten Zeiten.

^§eitdem Menschen den Erdboden bewohnen ,. gab esKriege erst unter den Einzelnen, dann unter Stäm-men, endlich unter Völkern, und die Art, den Krieg zuführen, ward zur Kunst und Wissenschaft. In der Kind.heit, wie alle Erfindungen, einfach: ein Stein, eine Keuledie erste Waffe des Kriegers.

Mit der Ausbreitung des menschlichen Geschlechtserweiterten sich die Begriffe, den Feind anzugreifen odersich zu vertheidigen; sie erweckten den Ehrgeitz, dieser denKriegsruhm, welcher Nationen erfüllte und die Völker inblutige Berührungen brachte.

Das Schicksal der meisten Nationen ward an dieKriegskunst gefesselt; die Ausbildung, die Größe, dasGlück der Völker hingen von ihrer erreichten Stufe indieser Kunst ab. Sorgsam gepflegt, stellte sie Nationenauf den hohen Standpunkt des Ruhms und des Glücks;im entgegengesetzten Falle verschwanden sie, besiegt, über«wältigt und zerstört, früh vom Schauplatze der Welk, ohnebedeutenden Nachruf in den Jahrbüchern der Geschichte.

Unter den Völkern Asiens, jenes bemhmten Landesder alten Welt, der Wiege des Menschengeschlechts, wa-ren es die Perser, welche zuerst der Taktik und der Kriegs.

v.Grev«mtzOrg.».Takt.I. 1