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1 (1824) Erster Theil: Taktische Geschichte der Artillerie / von W. von Grevenitz
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Baden in das Metall dieses Geschützes zum ewigen An-denken eingraben ließ: Mors Turennii *).

Im Feldzuge 1678 stellte man die Infanterie allge-mein in 6 Gliedern, am Ende desselben in 5, 1688 be-reits vier Mann hoch; auch wurde die Patrontasche ein-geführt.

Dies Jahrhundert endete noch mit einem andernKriege, welcher im Ryswicker Frieden das Ende fand,in welchem sich der Herzog von Luxemburg französischerSeits einen Namen machte. Die Armeen traten in die-sem letzten Kriege des siebenzehnten Jahrhunderts an sichstärker, auch mit einer zahlreichern Artillerie auf.

Bei Fleurus hatte die französische Armee sechszigGeschütze, von denen dreißig in Batterien von zehn Stük-ken für den linken Flügel bestimmt, die andern längsder Front der Armee aufgestellt waren.

Im Feldzuge 1692 führte die französische Armee, bei104 Bataillonen und 299 Schwadronen, 196 Kanonen,außer 67 Mortieren 1 2 ). 1693 hatte die Armee des Prin-zen von Oranien, bei 61 Bataillonen und 142 Schwadro-nen, 101 Stück Geschütz. 1694 hatten die Alliirten, bei83 Bataillonen und 255 Schwadronen, 120 Kanonenund 12 Mortiere.

Die Türken führten zu jener Zeit, und bereits schonfrüher, vieles, aber sehr großes und schlecht bedientes Ge-schütz bei ihren Armeen.

In der Schlacht bei Zeuta (1697) eroberten dieKaiserlichen 100 große Geschütze und 60 Feldstücke 3 ).

Im Vaterlande verdient hinsichtlich auf Artillerie amEnde dieses Jahrhunderts der Sieg des großen Kurfür-

1) Mich. Miethen's Artilleriae recentlor praxis.

2 ) Feldzüge des Marschalls von Luxemburg.

3) Histoire de Prince Eugène.