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1 (1824) Erster Theil: Taktische Geschichte der Artillerie / von W. von Grevenitz
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45 Schwadronen Dragoner, 9 Schwadronen Husaren,4 Garnisonbataillonen, zusammen 80,000 Mann.

Mit dieser Armee verewigte der König seinen undseines Volkes Namen.

Er erkannte, wie alle große Feldherren, die Artillerie,vermehrte sie Anfangs seiner Regierung ansehnlich, errich-tete schon 1741 ein neues Feldartillerie-Bataillon von772 Mann, und gab den Kanonieren einen höher«Sold. Im siebenjährigen Kriege (1762) waren die vor-gefundenen 10 Artilleriekompagnien bereits auf 5000 Ka-noniere in 30 Feldkompagnien angewachsen.

Am Ende der vorigen Periode haben wir bemerkt,daß die Geschütze noch in Karthaunen, Schlangen, Regi-ments- und Kammerstücke eingetheilt wurden. Friedrichschied die Belagerungs- von der Feldartillerie. Der Königließ (1742) Geschütze von allen Kalibern, bloß zum Ge-brauch im Felde, gießen; er theilte die Artillerie in Bat.terien, wodurch sie eine größere Selbstständigkeit alsWaffe und größere Beweglichkeit erhielt, und nicht mehr,wie früher, eine »»behilfliche Masse bildete.

Der König schickte 1747 mehrere Artillerieoffiziereals Volontaire zur französischen Armee nach Brabant; einGebrauch, welcher zur damaligen Zeit öfter statt fand, undgewiß von großem Nutzen für einen Staat ist.

Da die Einrichtungen und Erleichterungen der preu-ßischen Artillerie in der Folge andern Mächten zum Mu-ster dienten, sie solche nachahmten, so geben wir sie nach-folgend, weil sie gleichsam eine neue Epoche in der Artil-lerie bewirkten 1 ).

1) v. Schar,ihorß's Handbuch