78
Wenn in allen vorigen Perioden die technische Ein,richtung der Artillerie berührt worden ist, um ihren Ein-fluß auf die Taktik zu bezeichnen, so finden wir am Endedieser Periode die Kaliber der Geschütze in allen Armeenmehr vereinfacht, indem sie nur aus 12- und 6pfünder-Kanoncn, 7- und lOpfünder-Haubitzen bestehen. Dieschweren 12 Pfänder, bei den Preußen Brummer genannt,welche noch zu Anfange des Revolutionskrieges in Batte-rien mitgeführt wurden, sind zum Belagerungs-Train, die3pfünder zur Flankenvertheidigung in den Festungen ge-wiesen.
Bei der französischen Armee verschwanden die Regi-mentsstücke zuerst nur zum Theil 1794, und gänzlich imJahre 1799. Mangel leitetete hier zur größeren Voll-kommenheit — Noth war, wie zu allen Zeiten, auch hierErfinderin und Lehrmeisterin, einen vollkommenen Ge»brauch der Artillerie herbeizuführen.
Die vortreffliche Erfindung Gustav's hatte ihrenZweck erreicht, den Gebrauch der Artillerie weiter geführt;aus ihren Grundpfeilern entsprang ein neues, vollkomme-neres, artilleristisches Kriegsgebäude.
Im Anfange des Revolutionskrieges befolgte man inder französischen Armee noch die Entwürfe Gribeauvals,nach welchen die Armeen mit nachfolgenden Geschützenausgerüstet waren:
Armee.
So
#
83
cn
B
S
rs
©
Anzahl der Bataillone
80
28
32
48
188
4pfü»der Regime,irsstücke
160
56
64
96
376
12 - Reservegeschüue
32
12
12
16
72
8 - dito
72
24
32
48
176
4 t dito
40
16
16
24
96
völlige Haubitzen
8
4
4
8
24
Summa der Geschütze
312
110
128
192
744