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1 (1824) Erster Theil: Taktische Geschichte der Artillerie / von W. von Grevenitz
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durch das Kartâtschftuer der in 6. 6. placirten Artillerieward der Feind von allen wettern Angriffen auf Pirma-sens abgehalten.

Und als sich endlich unter General Courbiere noch3 Batterien nach und nach in e. e. formirten, der Feindin beiden Flanken lebhaft beschossen wurde, gerieth der-selbe völlig in die Flucht.

Fast nur allein die Artillerie, mit Ausnahme der be-reits angeführten Bataillone des linken Flügels, kamzum Gefecht; die Artillerie entschied die Schlacht.

Der Gebrauch der französischen Artillerie bietet nichtsLehrreiches dar. Im Anfange der Schlacht, als die fran-zösischen Kolonnen noch bei Fährbach verdeckt standen,wurde die, aus 40 Batteriestücken bestehende Artillerie vordie Teten der Kolonnen vorgezogen (f. f.). Sie be-schoß die, gegen sie im ersten Augenblicke der Schlachtvorgeschobene Kavallerie und reitende Artillerie (g. g.), undzwang sie zum Rückzüge. Es manövrirte indeß diese Ar-tillerie nicht weiter, außer daß, Ehrend die französischenKolonnen auf der Straße nach Pirmasens vordrangen, inh. h. eine starke Haubitzbatterie aufgestellt ward, welche,über ihre eigenen Truppen weg, die Preußen be-warf. Von diesem Augenblicke an hört alle Mitwirkung die-ser Artillerie auf, mit Ausnahme einiger leichten Kanonen,welche fast mit Menschenhänden auf den Schachtberg ge-bracht wurden.

Bei einiger Beweglichkeit der französischen Artilleriehätte die Linksschwenkung und Aufstellung der preußischenArtillerie in 6. 6. derselben ' hr gefährlich werden müssen,da sie enfilirt wurde.

Im weiter» Verfolg des Revolutionskrieges ist es2) die Schlacht von Marengv/

welche der Gegenstand unserer Aufmerksamkeit wird: unstrei-tig eine der am meisten taktischsten Schlachten neuerer Zeit.