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1 (1824) Erster Theil: Taktische Geschichte der Artillerie / von W. von Grevenitz
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Als nun General von Bülow, die Wichtigkeit desAugenblicks fühlend, aus seinem Lager bei Heinersdorfaufbrach, um den Feind, welcher bei Groß« Beeren stand,anzugreifen, formirte sich (A. A. A.) die preußische Armeezum Angriffe (Plan XX.): die dritte Brigade rechts, diesechste links; die vierte. folgte als Reserve, auf beidenFlügeln derselben die Reserve «Kavallerie. Die fünfte Bri«gade (L.L.) wurde auf Klein-Beeren dirigirt, um vonhier aus die rechte Flanke des Feindes anzugreifen.

Auf diesen Feldern, wie geschaffen für die Wirksam-keit der Artillerie, führte der Oberst-Lieutenant von Hol-zendorff sie zum Ruhme und Siege.

In der ersten Aufstellung, 1800 Schritt vom Feindeentfernt, wurden

1 russische 12Pfänder-Batterie, Oberst Dietrich 12 Gesch.

1 preuß. 12 -

- Kapit. Meyer

8 »

ir *

6 »

» Lieut. Liebermann

4 ,

1 .

6 -

» Kapit. Glasenap

8 -

1 >

6 ,

- Kapit. Spreuth

in Summa

8 «

40 Gesch.

vor die Brigade-Aufstellungen gezogen, und es eröffnetendie 12 pfünder-Batterien das Gefecht (A. A.). Aber nichtlange erlaubte der Muth des kommandirenden Artillerie-offiziers, von weiter Ferne den Feind zu beschießen. DerFeind entwickelte seinerseits auch eine zahlreiche Artilleriebei Groß-Beeren.

Es rückten die preußischen Batterien bis auf 1200Schritt vor, um auch die 6 pfünder-Kaliber Antheil neh-men zu lassen. Da indeß das feindliche Feuer in dieserStellung sehr empfindlich wurde, und die Batterien vonGlasenap und Ludwig schon bedeutend gelitten hatten,so wurde die russische 12 pfünder «Batterie des KapitainsSchluchten, und die reitende des Kapitains Neindorff auchnoch in die Linie gezogen, und mit dieser ganzen 64 Ge.