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ungerechte Menschen nur allein durch Uebermacht gezügelt werden; lafst uns Ver-theidigungsmittel aufsuchen, die sie scheuen müfsen; lafst uns sie zwingen, gerecht zusein! Dies hat mich bewogen, auf eine bessere Vertheidigung der Festungen zudenken, und nur ein so wichtiger Beweggrund vermochte mein Widerstreben zuüberwinden. Das, was ich in meiner Jugend von der Befestigungskunst nach denGrundsätzen der geachtetsten Ingenieure gelernt, hatte mir die ganze Wissenschaft ver-leidet. Wirklich lernt man gewöhnlich blos die Fehler der verschiedenen Eefesti-eungsarten kennen, ohne irgend ein Mittel ihen abzuhelfen. Man kann sich unmöglichmit der Theorie der fast allgemein geltenden Befestigungsweise beschäftigen, ohne sichsehr bald von der Unmöglichkeit einer zweckmäfsigen Verbesserung derselben zu über-zeugen. Der unbedeutende Unterschied der verschiedenen Manitren, der enge Kreis,in welchem sich ihre Urheber so lange bewegen, inufs nothwendig deu Glauben erre-gen: dies sey eine nothwendige Eigenschaft der Sache selbst.
Alle Befestigungsarten sind aus Fa$en uncl Flanken zusammengesetzt, durch dieCourtinen verbunden; über das verschiedene Verhältnis dieser drei Linien und überihre verschiedenen Neigungswinkel gegen einander, hat man voluminöse Werke ge-schrieben. Einige haben die Oeffnung des vorspringenden Winkels von der Länge desPerpendic.uls abhängig gemacht; andere haben die Maafse der Fa$en, der Flanken undder Courtineij auf alle nur mögliche Weise verändert. Besonders hat die Stellung derFlanke zu weitläufigen Erörterungen, zu den heftigsten Streitigkeiten Gelegenheit ge-geben. Errard setzte seine Flanke senkrecht auf die Fage g h Fig. i. Tab. I. umsie dem feindlichen Geschütz zu entziehen. Indem er jedoch dies tliat, raubte er ihrselbst zugleich alle Wirksamkeit. Der Ritter de Ville suchte diesen auffallendenFehler zu verringern, indem er die Flanke senkrecht auf die Courtine zog. Der Grafvon Pagan jedoch ging noch weiter; er setzte die Flanke senkrecht auf die Streich-linie f k, und erhielt dadurch eine reine Bestreichung des Grabens und der Neben-face. Wirklich hat man die rechtwinklichte Bestreichung immer für die vorzüglicheregehalten, und die Aufsenwtrke in so fern geschätzt, als sie sich einander rechtwinklichvertheidigen. Eine schräge Bestreichung ist nur bei der vorgegebenen Unmöglichkeiteiner senkrechten für zuläfsig geachtet worden. Die Stellung der Paganschen Flankeschien den Streit zu endigen; allein man behauptete, er sey zu weit gegangen, blosder Punkt k sey Senkrecht auf die Fa$e, alle übrigen Punkte der Flanke hingegen•eve'n unhohrend gegen jeüe. In der Voraussetzung, dafs blos die Bollwerksspitze fzu berücksichtigen sey — als ob die ganze Grabenbreite, wo der Uebergang des Bela-gerers geschieht, nicht noch mehr Aufmerksamkeit verdiene — müsse auch die Flankedem gemäfs am zweckmäfsigsten gestellt werden. Der Marschall Vauban liefs imVerfolg dieses Grundsatzes seine Flanke g n einen spitzen Winkel mit der Streichlinie
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