Buch 
Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
Entstehung
Seite
15
JPEG-Download
 

drängten Böhmen und bestreich zu Hülfe zu eilen: würde er sich wahrscheinlich denganzen iiocli übrigen Feldzug an der Neifse gehalten haben, weil er erst den gtenOctober nach Mähren zurückging. In diesem Fall hätte der König seine Winterquantiere höchstens hinter dem Schweidnitzer Wasser nehmen, und Breslau vor sich lassenmüssen, wo er keine grofse Ruhe gefunden haben würde. Vielleicht hätte er während des"Winters Brieg wieder verloren, und im folgenden Feldzug von vorn anfangen müssen.

Dies war also die Wirkung, welche die Festung Neifse hervorbrachte, so wenigbedeutend ihr damaliger Zustand auch war; und eben diese Festung war die Ursache,warum selbst Preufsens bewunderter Held Schlesien in diesem beldzug nicht unter-werfen konnte. Ungewifs ist der Erfolg der Waffen, und die geschicktesten Generalesind nur diejenigen, deren Anordnungen am Tage der Schlacht weniger dem Zufallunterworfen sind. Der König konnte gegen das Ende des Feldzugs von 1741 blosNiederschlesien behaupten. Hätte -er im folgenden Jahre eine Schlacht verloren, sowürde er vielleicht genöthigt worden seyn es ganz zu räumen. Itfan stelle sich alsodie weit gröfseren Schwierigkeiten vor, welche mit dieser Eroberung verknüpft seynmufsten, wenn Glogau ein haltbarer Ort gewesen wäre, den man nicht mit dem Degender Faust wegnehmen konnte: wenn Breslau hätte eine lange Belagerung aushaltenkönnen. Welche beträchtliche Armee wird nicht zur Berennung einer so grofsen Stadterfordert? Und wie leicht ist es nicht einer Armee, die zum Entsatz anrückt, ein soaus gedehntes Belagerungskorps zu schlagen. Wäre sowohl Schweidnitz als Brieg gutbefestiget gewesen, wäre Neifse das gewesen was es heut zu Tage ist, nemlich bei-nahe unüberwindlich: hätte es mehrerer Jahre bedurft, diese Festungen zu erobern;u «d die Zeit verändert die politischen Verhältnisse so sehr, dafs derjenige alles hoffendarf, der seine Niederlage zu verzögern weifs. Eben die Monarchin, welche in derPeriode von der liier die Rede ist von so vielen vereinten Mächten auf allen Seitenan gegriflen wurde, kann diese Wahrheit bestätigen. Ihr männlicher Muth, besondersaber die Fehler ihrer Feinde, haben sie vom Rande des Untergangs gerettet. HätteSlc h Schlesien aus eigenen Kräften nur ein Jahr länger erhalten können, so wäre das-selbe vielleicht noch unter Oestreiclis Bothmäfsigkeit, und drei oder vier gute Festun-gen hätten der Königin von Ungarn Schlesien erhalten können; ja es fehlte wenig,^ afs selbst die vorhandene kleine Anzahl, bei aller ihrer schlechten Beschaffenheit,°estreichs Angelegenheiten diese vorteilhafte Wendung gegeben hätte.

er ein wenig hierüber nachdenken will, wird sich von dieser Wahrheit leicht

Üb

W

er?.f

... di e Schlacht hei Mollwte «**». «- ,*»

1 tt * Hatte der Kgflent nach Oberschlesien sich,

der Unordtiun« 1 1 c Niederlage zu folgen pfleg 1

g, welche auf eine n so würde man gesehen haben,

zuruckziehen, und nieder über die Neifse gehen müssen, so ward S

was aus ihm geworden.

wäre.

N