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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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27
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- Nachdem der Graf von Sachsen den 25sten November Morgens von seinen zumRelcognostiren ausgeschicktrn Partheien die Nachricht erhalten hatte, dafs die Avant-garde von xler Armee des Erzherzogs einen forcirten Marsch mache, um den andernhlorgen vor Prag einzutrefFen, so sähe er keinen andern Entschluß, den man nehmenkonnte, als entweder einen schimpflichen Rückzug, oder einen Versuch zu machen, dieStadt mit dem Degen in der Eaust wegzunehmen- Er schrieb daher folgendes an denKurfürsten s

Gnädigster Herr,

Soeben erfahre ich, dafs Morgen 14000 Mann nach Prag hineingeworfen-werden sollen. Nun bleibt uns nichts mehr übrig, als diesen Platz mit stürmen,der Hand wegzunehmeu. Greifen wir ihn auf mehreren Seiten an, so werdenuns die darin liegende Cooo Mann nicht viel Widerstand thun, und obgleich dieBürger- Armee sehr zahlreich ist, mufs uns -diese nicht abschrecktn. Wollen alsoE. K. D. befehlen: dafs die Sachsen zwei Angriffe formiren sollen, deren einervom Kern ihrer Truppen, und der andere von einem Detaschenient, welcheseben über die Moldau gegangen ist, wird geschehen müssen, so werde auch ichVon meiner Seite her ein Gleiches thun, und den vierten Angriff kann das Corpsunter dem M. von Gassina unternehmen.

Schon unmittelbar nach Ankunft des Kurfürsten vor Prag war dieser Vorschlag inU'eheriggung gezogen worden, aber mehrere Generale waren entgegen gesetzter Mei-Nach dem letzten Vorschlag des Grafen von Sachsen zweifelte der Kurfürst nur nochan der Beistimmüng der Sachsen. Allein nachdem (der Graf Rutowsky, MoritzensKruder, we | c h er die Sachsen befehligte, sich durch ein eigenhändiges Billet anheischigGemacht hatte, dafs er rauf das Feuer der übrigen Angreifenden seinen Angriff sogleich^titernelpuen würde, schickte der Kurfürst dieses Rillet dem Grafen von Sachsen mitein e ^ßenhändigen Zusatze::

Ich bitte Sie sich nach Beifolgenden zu richten und anzugreifen, es sey»hernach nur scheinbar oder im Ernste, wie sie es für gut befinden werden, jedoch»tiut der Hoffnung, dafs esuns gelingen werde, und dafs wir mithin die Truppenijtiicht zweckwidrig der Gefahr .aussetzen« Eben dies werden auch wir hier thunden 25 sten November 174t. Karl Albert.

seV ' Nachd ® m nian-endlich diesen Entschlüfs gefafst hatte, so führte man ihn eben so

'gänzlichen f/ kklidl aüsdingS keine K Sgkeh

sonst vorth 11 7

eutiafte Besitz-von Prag konnte .aufs erst schädlich werdeu, wenn, in den

, uhd befreite dadurch für den Augenblick die A/rnee vom. - Wir sagen mit Fleifs für diesen Augenblick , weil es aller-

war .

sich von Prag Meister gemacht zu haben : allein dieser

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