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teln. Diese Stadt hatte damals schon denselben Umfang wie jetzt, war aber blos voneiner seit langer Zeit vernachläfsigten Mauer mit runden und viereckigten Thüfmen,und. mit einem engen , zum Theil verfallenen Graben umgeben. t .
Um nur die Stadt einigermafsen in Vertheidigungsstand zu setzen, liefs der Her-zog von Guise die Vorstädte niederreifsen, und mehrere Katzen aufserhalb errichten,die mit Kanonen besetzt wurden. Mari schüttete Erdwälle hinter den Mauern an, undwarf Verschanzungen auf, setzte das Geschütz in brauchbaren Stand, und schaffteMund - und Kriegsvorrath in die Stadt. Die Besatzung, die anfangs nur aus zwölfCornpagnieeil Fufsvolk bestand, ward bis auf ungefähr 5000 Mann Infanterie und sie-ben bis achthundert Reuter vermehrt. Mehrere Fürstenkinder und Adeliche kamen,nach damaliger Sitte, unter dem Herzog von Guise zu dienen. Man beachtete in jenerZeit Waffenthaten Sehr, als das einzige Mittel sich auszuzciclmen! Ruf und vorzügliche-Tapferkeit führten in jenen kriegerischen Jahrhunderten zu Ehrenstellen; wer sichauszeichnete wurde wieder ausgezeichnet.
Manche-Hindernisse liefsen die Armee des Kaisers unter den Befehlen, des Her-zogs von Alba und des Marchese von Marignäno erst am igten vor Metz ankom-men, wo sie ihren Angriff gegen das Thor Champenoise (jetzt die “Seite der Cita-delle) richtete. Der Herzog von Guise liefs hier sogleich neue Verschanznungenund Abschnitte aufwerfen, und that öftere hitzige Ausfälle, welche den Fortgang derLaufgräben hinderten, und den Belagerten Zeit verschafften jene Arbeiten zu vollen-den. So brachten sie fast überall innerhalb der Stadt einen zweiten Wall zu Stande,der stärker war als die eigentliche schlechte Mauer, und dem die Stadt allein ihreErhaltung verdankte, -wie Saiignac versichert, der die Belagerung von Metz alsAugenzeuge beschrieben hat.
Das meiste und schwerste Geschütz der Kaiserlichen ward gegen das ThorChampenoise und gegen eine Mauer gerichtet, die an den so genannten Höllenthurmzur Linken des Angriffes Stiefs.
Der Kaiser kam am 2osten November von Thionville, wo er an der Gicht gelegenhatte, und fand schon einen grofsen Theil des Rundeis und der Mauer dahinter nie-dergeschossen. Er besähe die Laufgräben, und liefs sie bis jenseits des Höhenthurmesausdehnen. Hier war die Mauer am stärksten, und hatte deshalb keinen Abschnitt hin-ter sich; der Herzog von Guis fc liefs aber Tag und Nacht arbeiten, so dafs jener noch-eher fertig ward, als die feindlichen Batterieen. Einige Tage darauf beschossen zweiBatterieen, eine von 3t) und die andere von 15 Kanonen, die Thiirme Eignere undSt. Michel, zerstörten die Schanzkorbe und demontirten das Geschütz, so dafs dadurchdas Feuer der Belagerer eine grofse Ueberlegenheit bekam, und drei Sturjulückenin die Mauern machte. .