erhält ein horizontales Richtfeld von 7t Graden. Fig. 3, 4, 7 und 8. zeigen- die mög-liche Abänderung und Verbesserung der Cherbourger Scliiefsscharten, wo die Hinzu-fügung des Mauerwerkes KH th und XL il so gut als unmöglich machen, dafsKanonen- odter selbst Flintenkugeln hineinschlagen können.
Die Mängel der Cherbourger Scharten sind: dafs man ihren Backen,nicht die demhorizontalen Richtwinkel entsprechende -Richtung gegeben hat, wodurch ihr Hals 2Fufs 9 "Zoll weit geworden ist, anstatt er nur r Fufs 9 Zoll Weite bedürfte. Dadurch,so wie durch eine unnütze äufsere Höhe der Scharte, hat man sich dem feindliehenFeuer ausgesetzt, was man auf die vorher gesagte Weise leicht hätte vermeiden können.Die weiter zurückstehende Mündung der Kanone verursacht, überdieses, dafs bei widri-'gern Winde der ganze Rauch in die Kasematte getrieben wird* welches wenigstens dieArtilleristen, einige Zeit nach dem. Abfeuern gehörig zu richten, hindert.
Es ist jedoch nicht hinreichend, das horizontale Richtfeld der Scliiefsscharten zuerweitern, wenn nicht auch die Durchgänge in den Widerlagen der Gewölbe einezweckmäfsige Einrichtung bekommen, die in den Kasematten zu Cherbourg fehlet.Fig. 23. Tab. IX. zeigt: dafs die Durchgänge HX und QR in den Widerlagen GK.und P S nur eine Seitenrichtung von 48 Graden zu lassen, weil die Laffete, ohneRück-siclit auf die Oeffnung der Scharte, einen freien Rücklauf behalten mufs. Es ist aberdie halbe Laffete iS Zoll breit; um eben so viel mufs auch die Linie der gröfsten.Seitenrichtung von den Punkten H und Q entfernt seyn. Um demnach mit 61 GradSeitenrichtung. feuern zu können, mufs der Durchgang von X bis hli geöffnet werden,-denn allein von jener hängt die Gröfse und Stellung des letztem ab. Esscheint, als habe man zu Cherbourg diesen, beim Kasemattenbau ganz unentbehrlichen.Grundsatz nicht gekannt. Erst bei der niedrigen Batterie des Fort royal hat man denFeliLer um etwas verbessert, und den Durchzug breiter gemacht, wodurch eine Seiten-richtung von 71 Graden statt finden könnte. Wäre jedoch nach Fig. 24. der Durch-gang von I nach h gerückt worden; würde man ein 73 Grad weites Richtfeld bekom-men haben. Man hätte zu dem Ende den Theil H li der Widerlagen hinweg nehmen,den Theil I i aber noch ansetzen müssen.
Von den Scliiefsscharten in Erdbrustwehren.
Da es jedoch nicht möglich ist, alles Geschütz in Kasematten imterzubringeti, damäri auch auf unbedeckten Ständen Kanonen anfstellen mufs: wird es nothwendig, siehinter den Erdbrustwehren wenigstens gegen den Schleuderschufs zu sichern. Die vonmir auf den Küstenbatterieen der Insel Aix gemachte Einrichtung, welche ich gekup- .p eite Stände nennen möchte, entspricht dieser Absicht so viel als möglich, und läfstsich eben so gut auf den Festungswällen anwenden. Es werden hier immer zwei undErster Band. Y