Buch 
Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
Entstehung
Seite
194
JPEG-Download
 

>94

terieen jene nicht Einen sichert? Schui's tlmn, ja sie nicht einmal erbauen lassen. Auf zweiPf'onten kann man, füglich alles in. allem 430 Kanone ji rechnen, gegen die selbst 1000Belagerangsstücke nichts ausrichten, ja nicht einmal apfgestellt werden könnten. Eineunter gewölbten Ständen,;,hinter sechs Fufs dicken Mauern stehende, zahlreiche Artil-lerie lafst sich auf keine mögliche Art angreifen. ,

Man wird hier nicht unterlassen, den durch eine so zahlreiche Artillerie verur-sachten Aufwand entgegenzusetzen. .Für metallnes Geschütz würde er allerdings be-deutend seyn; allein man nehme eisernes: es. bedarf keines apdern! Schon lange füh-ren fast alle Kriegsschiffe eiserne Kanonen, die,gehörig vervollkommt, die metallenenübertreffen. Die Mittel,, dazu habe ich in einer m den Werken der Akademie der Wis-senschaften vom Jahr 15149. enthaltenen Denkschrift*) angezeiget; überdieses sind dieMängel schlechter eiserner, Kanonen in Festungen weit weniger nachtheilig, als aufSchiffen.

Metallene Kanonen kosten 20.0 bi# 250 Franken der Cenlner: eiserne von stärkeremKaliber hingegen kommen, seit Anlegung der Giefseref in der Gegend von Angou-leme, nicht über 15 Franken zu stehen; man kann demnach 12 der letzteren Geschützefür Ein metallenes haben-

' Der Marschall Vauban giebt.dem Achteck 80, und den? Zwölfeck 120 Geschütze. Fürden nämlichen Preis,läfst sich das erstere mit .960, und das letztere mit 1440 eisernenKanonen besetzen. Dies wäre aber unnütz! Selbst die wichtigsten Festungen werdenmit drei- bis vierhundert Kanonen hinreichend versorgt seyn, um so mehr, als dasfeindliche Geschütz diese Apzahl nicht verringern kann. Der Aufwand wird demnachsogar noch geringer seyn, als der gewöhnliche. Die Witterung schadet den, ihr nichtausgesetzten Kanonen nicht; wird die Seele eingeschmieret, hltibr der Kaliber unver-ändert, und das Geschütz ist nach hundert Jahren wie neu zu achten. Nichts hindertdemnach,. 1 die Festungen nach Erfordern zu versehen, um sich des ganzen Voriheilesder U eberlegen heit an. Geschütz zu bedienen. Man mufs entweder die Festungen ge-hörig versorgen, oder überhaupt keine haben: und man,jwird diese Verbindlichkeit beiden hier vorgeschlagenen Befestigungsarten um so leichter erfüllen könnep f ' dä def Auf-warid weit geringe^jist als bisher. v , a n -y ••

Obgleich durch das schon Gesagte, so wie durch die mit Sorgfalt verfertigten Zeiclvnungen die wesentliche Einrichtung der Kasematten beinahe vollkommen deutlich wird:scheint es. dennoch nöthig, noch .mehr ins^Einzelne zu gehen; weil die ganze Anordnungsich so sehr: Von, dem entfernt, was man bisher nur allein gewohnt wax.zy ^ehjCtp

iiib U'‘

•) Andr. Böhm Magaain für Ingenieurs und Artilleristen. B. VII» No. 8-’S* 307«

.1

d OO